Geheimnisse der Gesundheit – Interview mit Dr. Johann Georg Schnitzer

Dr. Johann Georg Schnitzer

Dr. Johann Georg Schnitzer

Dr. Johann Georg Schnitzer berichtet in diesem Interview mit dem Alpenparlament von seinem Lebenswerk bezüglich natürlicher Ernährung, seinen Erfolgen und den Schikanen, denen er ausgesetzt war.

Als junger Zahnarzt, der im Studium nur die Behandlung, aber nicht die Verhütung von Zahnleiden, wie Karies, gelernt hatte widmete Schnitzer seine Energie der Frage, was die Ursache für den Zahnverfall ist bzw. wie die Zähne auch ins hohe Alter erhalten werden können.

Der Zahnarzt Weston A. Price, der zwischen 1924 und 1936 die ganze Welt bereist hat und zahlreiche Naturvölker besucht hat kam zu diesem Fazit: Sobald die Naturvölker Kontakt zur sog. Zivilisationskoste (Auszugsmehl bzw. Weißmehl, Zucker) hatten, war auch der Zahnverfall sichtbar.

Schnitzer fragte sich, welche Substanzen die Gesundheit fördern und beschäftigte sich mit der Evolution des Menschen, mit der Darmlänge von Omnivoren (Alles-Esser, wie bspw. Wildschweine), Carnivoren (Fleischesser) und Frugivoren (Fruchtesser, wie bspw. Menschenaffen). Die Hinweise, die sowohl die Physiologie des Menschen, d.h. also die Darmlänge, aber auch die Art des Gebisses beweisen laut Schnitzer eindeutig, dass der Mensch ein Frugivore, also ein Fruchtesser ist. Schnitzer betont aber, dass mit Frucht nicht nur das heute allgemein bekannte Obst genannt ist, sondern Früchte auch Samen und Wurzelknollen sind.

Die zivilisierte Urnahrung nach Dr. Schnitzer hat demnach folgende Säulen:

  • Getreide
  • Obst
  • Blattgemüse
  • Nüsse

Schnitzer diagnostizierte schon als junger Zahnarzt Karies bei 18-monatigen Säuglingen und wollte etwas dagegen unternehmen, aufgrund seines Wissens empfahl er den Müttern ihren Nachwuchs  nur mit natürlicher Nahrung zu füttern. Sie sollten

  • keimfähiges Getreide frisch mahlen (nur in der benötigten Menge, kein Vorrat)
  • Salate in Form von Rohkost
  • Wurzelgemüse in Form von Rohkost
  • Nüsse

Tierische Produkte lehnt Schnitzer kategorisch ab. Die pflanzliche Nahrung ist vollwertig genug.

Ein Problem war zu Schnitzers Anfangszeiten, dass frische Mahlen von Mehl, es gab keine elektrischen Getreidemühlen für den Haushalt. Denn Getreide ist zwar als volles Korn sehr lange haltbar, aber nach dem Mahlen beginnt sofort die Oxidation und Vollkorngetreide wird aufgrund der in der Schale enthaltenen Öle nach dem Mahlen schnell ranzig. Um das gemahlene Mehl länger haltbar zu machen kam die Industrie mit ihren Labor-Experten auf die Idee die Schale zu entfernen, damit auch die darin enthaltenen Öle und wertvollen Inhaltsstoffe und hatte das Problem mit dem langen Lagern von gemahlenem Getreide gelöst. Dieses Problem war gelöst, aber die Zivilisations-Krankheiten folgten nach dem Einzug des Weißmehls mit einer Verspätung (Inkubationszeit) von etwa 20 Jahren, so dass es aufgrund der langen Zeitspanne schwer ist nachzuweisen, dass die gesundheitlichen Nachteile durch das Auszugsmehl verursacht wurden.

Schnitzer entwickelte die erste elektrische Getreidemühle, die auch heute noch unter dem Namen Schnitzer Getreidemühlen vertrieben werden (er hat aber die Firma schon vor Jahrzehnten verkauft, die aber den Namen weiter verwenden darf). Durch seine Entwicklung konnte nun Jedermann zu Hause sein eigenes Vollkornmehl in der gewünschten Menge und Feinheit selber herstellen.

Milchprodukte und Fleisch sind laut Schnitzer evolutionsgeschichtlich keine Lebensmittel für den Menschen.  Auch im Hinblick auf die stark steigende Weltbevölkerung und den Hunger in der Welt hält Schnitzer es für unsinnig bei der Nahrungserzeugung den Umweg über das Tier zu gehen, mit den bekannten Nachteilen der Massentierhaltung, Klimaschädigung, Grundwasser-Verseuchung und den gesundheitlichen Nachteilen durch den zu hohen Fleischkonsum. Dr. Schnitzer hat für die GTZ in Eschborn in Äthiopien ein Gutachten erstellt, nach seiner Meinung gäbe es keinen Hunger, wenn anstatt von Weideland die Flächen für den Ackerbau benutzt würden. Der Fleischkonsum in Äthiopien trägt zur Verschlimmerung der Situation bei.

Er geht auch noch auf den Unsinn von Fluorid-Gaben oder Fluorid-Anreicherung von Trinkwasser in der Schweiz (Basel) ein, der aber inzwischen eingestellt wurde, übrigens ohne es an die große Glocke gehängt zu haben.

Prof. Kollath, Hygieniker und Bakteriologe wies in Versuchen mit Labor-Ratten nach, dass diese bei Verzehr von Auszugsmehl nicht lebensfähig sind.

Die Folgen der falschen Ernährung und der Zivilisationskost sind natürlich nicht nur Karies, welches auch keine lebensbedrohliche Erkrankung darstellt, sondern auch die stark verbreitete Osteoporose und auch Diabetes und Bluthochdruck.

Schnitzer beschreibt die Heilung eines Gangräns (ein diabetisches Geschwür, bei der das Gewebe zerfällt/abstirbt) bei einem Diabetiker, der seinen Fuß nicht amputieren lassen wollte sondern sich in die Hände von Dr. Schnitzer begab und die Amputation somit vermeiden konnte. Als Schnitzer diesen Erfolg publizierte wurde er erneut angegriffen von einem „Diabetes-Papst“, der sogar die Gesundheitsämter informierte, damit diese vor der „Schnitzer-Diät“ warnen. Die „Schnitzer-Diät“ war eine 100%-Rohkost-Ernährung“

Laut Schnitzer ist auch bei Diabetes die Ernährung der Schlüssel zur Lösung des Problems.

Zahlreiche Informationen und Studienergebnisse hat Dr. Schnitzer auf seiner Website zusammengetragen:

http://www.dr-schnitzer.de/

http://www.dr-schnitzer-buecher.de/

Das Video „Geheimnisse der Gesundheit“ mit Dr. Schnitzer ist 57 Minuten lang. Ich habe versucht die wesentlichen Aussagen in dem obigen Text zusammenzufassen. Das Video wurde im Oktober 2009 erstmals ausgestrahlt.

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