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Trinkwasser – unser am besten untersuchtes Lebensmittel? Leider nein!

8. August 2012

Die meisten Menschen haben keine oder wenig Bedenken Wasser direkt aus der Leitung zu trinken. Dabei wäre Vorsicht mehr als angebracht, wie führende Wissenschaftler und Wasser-Experten meinen. Die Wasserwerke werden nicht müde immer und immer zu wiederholen, dass Leitungswasser das am besten untersuchte Lebensmittel ist. Diese Aussage ist laut Trinkwasser-Experte und Biochemiker Harald Friedrich wissenschaftlich genauso haltbar wie die, dass der Storch etwas mit dem Nachwuchs zu tun hat. Die Kontrolle von Leitungswasser beschränkt sich nur auf einige wenige Stoffe. Nicht kontrolliert wird bspw. das Vorhandensein von Viren, Arzneimittelrückstände aus millionenfach eingenommenen Schmerzmitteln und Antibiotika oder auch Hormone aus der Antibabypille, chemische Mikroschadstoffe  aus der Industrie und Landwirtschaft sowie Flammschutzmittel. Auch Stoffe, wie Uran sind nicht Bestandteil der Prüfung. Jedes Jahr kommen neue gefährliche Chemikalien auf den Markt, im Moment boomen besonders die Nano-Chemikalien, die bspw. für wetterfeste Kleidung und Imprägnierungen von Schuhen eingesetzt werden. Diese Stoffe landen unvermeidlich auch im Leitungswasser, welches von den Wasserwerken vertrauensvoll als Trinkwasser bezeichnet wird. Diese Kennzeichnung ist äußerst  fahrlässig, denn sie suggeriert eine nicht vorhandene Sicherheit. Die Gründe liegen klar auf der Hand. Der Gesetzgeber ist mit der Trinkwasserverordnung der Meinung, dass alles in Ordnung ist und die Wasser-Versorger haben kein Interesse ihre Wasseraufbereitungsanlagen nachzurüsten, weil dies mit Kosten verbunden ist, dabei gibt es vorbildliche Wasserwerke, die das Wasser einer Ultrafiltration unterziehen und das mit lächerlichen Kosten von nur 10 Cent für einen Kubikmeter (1000 Liter) Wasser. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 130 Litern pro Tag und Person also Kosten von 1,3 Cent pro Tag und knapp 5 EUR pro Jahr.

Umkehrosmose-Anlage

Umkehrosmose-Anlage

Solange der Gesetzgeber hier keinen Handlungsbedarf sieht muss jeder gesundheitsbewusste Mensch selber dafür Sorge tragen sein Leitungswasser aufzubereiten oder ein entsprechendes Wasser zu kaufen. Wer keine Wasser-Kisten schleppen möchte, kann sein Wasser entweder mit einem Destilliergerät aufbereiten oder kostengünstiger und bequemer mit der auf Ultrafiltration basierenden Methode der Umkehrosmose. Umkehrosmose-Anlagen für den Haushalt in vernünftiger Qualität gibt es ab ca. 300 EUR zu kaufen. Das Herzstück einer solchen Umkehrosmose-Anlage ist die Membran, die so feine Poren hat, dass theoretisch nur Wassermoleküle passieren können und deren Poren um ein Vielfaches kleiner sind als die von Viren und Bakterien. So lässt sich sicher und zuverlässig das Leitungswasser von diversen unerwünschten bekannten und noch unbekannten Stoffen befreien. Die Unterhaltskosten für die Filter und die Membran liegen bei etwa 50 EUR pro Jahr und Umkehrosmose-Anlage. Mit Tagesleistungen von über 100 Litern pro Tag wird bei solchen Anlagen auch in einem Mehrpersonen-Haushalt das Wasser niemals knapp werden. Selbst wenn die Wasserversorger im Wasserwerk das Leitungswasser wirklich nach diesem effektiven Prinzip aufbereiten würden, hätten wir keine Sicherheit, dass es nach mehreren Kilometer Strecke auch so rein bei uns ankommt, denn es gibt genügend unsanierte Leitungen und teilweise noch verbaute Bleirohre, die hier wieder zu einer Verunreinigung des Wassers führen können. Die sicherste Variante ist also an der Zapfstelle seine eigene Wasseraufbereitungsanlage zu betreiben. Die Kosten hierfür haben sich im Vergleich zum gekauften Wasser relativ zügig amortisiert. In den USA, wo das Chloren von Wasser an der Tagesordnung ist, ist die Umkehrosmose  die beliebteste Wasserreinigungs-Methode.

Wenn Sie also ein mulmiges Gefühl haben beim Trinken von Leitungswasser, dann zögern Sie nicht und überdenken Sie die Anschaffung einer Umkehrosmose-Anlage. Wenn Sie von der Qualität unseres deutschen Leitungswassers weiterhin überzeugt sind dann lassen Sie sich den Cocktail schmecken, sehen kann man die Inhaltsstoffe glücklicherweise nicht 😉

Hier können Sie einen Beitrag zum Thema Leitungswasser und Trinkwasser aus einer Frontal 21 Sendung anschauen: Frontal 21 Sendung vom 06. März 2012

Weitere Informationen zum Thema Umkehrosmose

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Simon Bodzioch beschäftigt sich seit 1998 mit den Themen "natürliche Gesundheit" und vegane Rohkost. Der PGS® Blog bietet Ihnen kostenlose Tipps, Rezepte, Videos und informiert über Produktneuheiten. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Obst-, Gemüse-, Rohkost-, und Chlorophyllanteil mit einem überschaubaren Zeitaufwand steigern und so perfekte Gesundheit und Wohlbefinden erreichen können.

2 Kommentare

  1. Oh oh, destilliertes Wasser, das ist aber bekannt, ist auf Dauer nicht zuträglich! Und auch die Umkehrosmose ist durchaus umstritten. Eine Bekannte von mir studiert Bauökologie und hat im Studium etwas über die Gefahren der Umkehrosmose gelernt. Das Thema ist nicht so einfach! Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, wie Nanopartikel durch Destillation entfernt werden könnten. Sind Nanopartikel wirklich alle größer als Wassermoleküle, sodass sie bei Umkehrosmose sicher ausgeschlossen werden? Auch diese Frage müsste erst geklärt werden.

    Und was mich echt immer ärgert, ist das Rumwedeln mit der Viren- und Bakterien-Drohung. Das ist Angst- und Panikmacherei! Ohne Bakterien könnten wir nicht leben, ich weiß gar nicht, wie viele Zigtausende alleine in unserer Mundhöhle leben.

    Auch Sätze wie „So lässt sich sicher und zuverlässig das Leitungswasser von diversen unerwünschten bekannten und noch unbekannten Stoffen befreien“ sind haltlos! Von allen unbekannten Stoffen kann gar nichts schützen, eben WEIL sie unbekannt sind und daher auch niemand ihre Eigenschaften kennt.

    • Ich überlasse es jedem zu wählen, welches Wasser er trinken will. Beim destillierten Wasser gibt es wie zu jedem Thema verschiedene Meinungen. Nicht nur Dr. Walker, nicht nur Dr. Bragg haben ein gereinigtes und mineralienarmes oder mineralienfreies Wasser empfohlen, sondern auch der Rohkost-Experte Dr. Douglas Graham und Charlotte Gerson, die Tochter des bekannten Krebs-Arztes Dr. Max Gerson empfehlen das Trinken von destilliertem Wasser. Eine sehr schöne Auflsitung findet man hier: http://www.waterwise.com/productcart/pc/theexpertsspeak.asp
      Jeder kann selbst entscheiden, ob es Panikmache ist. Die Wasser-Experten und Wissenschaftler, die im Frontal21-Beitrag zu Wort kommen haben doch kein wirtschaftliches Interesse das deutsche Leitungswasser ohne Grund schlecht zu machen, sondern zeigen Lücken in der Kontrolle auf. Und ich gebe Dir Recht, dass wir mit Bakterien leben und von Bakterien umgeben sind, aber unser Immunsystem, das diese Sauberkeit gewohnt ist kann durch Fäkalbakterien Probleme bekommen. Auch eine Schnecke oder ein Wurm in einem Freiland-Salat tötet mich nicht. In einem indischen Slum mit seiner Wasserversorgung würden wir sicherlich schlimmste Durchfälle bekommen. Und bestimmt sind die meisten Bakterien nicht so gefährlich wie die Chemikalien, die im Leitungswasser jeden Tag mitgetrunken werden.

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