Simon Bodzioch

Simon Bodzioch über grüne Smoothies und den Nutzen für die Gesundheit

22. Oktober 2014

Grüne Smoothies sind aus meiner täglichen Ernährung nicht mehr weg zu denken. Sie enthalten Chlorophyll, große Mengen an Vitalstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Bitterstoffen und für die Darmgesundheit wertvolle Faserstoffe. Mit Vitalstoffen aus dunkelgrünem Blattgemüse in Kombination mit Obst werden die Abwehrkräfte mobilisiert und das menschliche Immunsystem aktiviert. Immer mehr Menschen schwören deswegen auf den Gesundheitskick durch grüne Smoothies.

  1. Stellen Sie sich bitte kurz in ein paar Sätzen vor.
    Mein Name ist Simon Bodzioch. Bedingt durch zwei Krebsfälle in meiner Familie begann ich mich bereits 1995 mit den Themen alternative Gesundheit und Rohkost sowie den Vorteilen einer rein pflanzlichen Ernährung zu beschäftigen. Dazu zählte auch ein Besuch der Gerson-Klinik in Tijuana/Mexiko, die auf alternative Krebsbehandlung spezialisiert ist, und deren Therapie auf großen Mengen frisch gepresster Säfte und dem Verzicht auf jegliche tierische Lebensmittel basiert. Im Jahr 1998 habe ich dann die Seite www.heilkost.de gegründet, eines der ersten Informationsportale zum Thema „vegane Rohkost“ und 2003 startete der Onlineshop www.perfektegesundheit.de in dem unter anderem hochwertige Küchengeräte für die Zubereitung von frisch gepressten Säften und grünen Smoothies angeboten werden.
  2. Wie sind Sie auf grüne Smoothies aufmerksam geworden?
    Green For Life BoutenkoDurch das Buch „Green for Life“ von Victoria Boutenko, welches ich damals, ich glaube das war 2007, in englischer Sprache gelesen habe. Obwohl ich schon viele Jahre frisch gepresste Gemüsesäfte mit einem gewissen Kräuter- und Wildkräuteranteil getrunken hatte, empfand ich die grünen Smoothies als wunderbare Ergänzung. Denn im Gegensatz zu frisch gepressten Säften gibt es bei grünen Smoothies keinen Abfall in Form von Trester, in dem dann die wertvollen Faserstoffe entsorgt werden. Außerdem ist das Herstellen von grünen Smoothies gegenüber dem Entsaften ein enormer Zeitgewinn. Seit ich grüne Smoothies in meinen täglichen Speiseplan aufgenommen habe, entsafte ich natürlich entsprechend seltener, aber ich liebe nach wie vor auch Säfte und die Konsistenz eines Saftes ist natürlich auch ganz anders als die eines Smoothies. Abgesehen davon würde ich nicht Möhren mit Wasser im Mixer verarbeiten und das dann Möhrensaft nennen, also ein echter Möhrensaft ist ja nicht verwässert und auch geschmacklich etwas ganz Anderes. Wenn Sie mehr erfahren möchten zum Vergleich von Smoothies und Säften empfehle ich Ihnen die Lektüre meines Beitrags „Säfte oder Smoothies“ bzw. „Entsafter oder Mixer„.
  1. Welche Wirkungen haben Sie festgestellt?
    Zunächst beindruckte mich die lange Sättigung, die darin begründet ist, dass die Faserstoffe mitgetrunken werden, aber auch und vor allem an der enormen Vitalstoffdichte. Trotzdem sollte man den grünen Smoothie nicht (nur) als Getränk ansehen, sondern als echte und volle Mahlzeit, mit der man wunderbar auch eine Hauptmahlzeit wie das Frühstück oder Abendessen ersetzen kann. Des Weiteren stellte sich nach dem Trinken eine wirkliche Befriedigung und Zufriedenheit ein, ganz so wie Victoria Boutenko es auch in ihren Büchern schildert. Die Gedanken „Was kann ich als nächstes essen?“ kommen seltener oder in größeren Abständen, denn oft ist Hunger ein Signal dafür, dass bestimmte Nährstoffe fehlen und wenn dann keine für den Menschen konforme Nahrung, wie Obst, Gemüse, Kräuter, Salate oder Nüsse in ausreichenden Mengen gegessen werden, sondern Fast Food und stark verarbeitete Fertigprodukte, die zwar viele Kalorien, aber nur einen geringen Nährwert haben, kommt es nicht nur zu Gewichts- sondern auf Dauer auch zu Gesundheitsproblemen. Hier können grüne Smoothies wirklich einen tollen Ausgleich schaffen. Viele unserer Kunden berichten auch von einer Gewichtsreduktion und das ganz ohne Kalorienzählen oder Verzicht.
  1. Was sollte man bei der Zubereitung beachten?
    Wie schon erwähnt sollte man die grünen Smoothies als eigene Mahlzeit ansehen, wichtig ist meines Erachtens das Trinken auf nüchternen Magen, ideal also den grünen Smoothie als Ersatz für das Frühstuck. Dann sollte man natürlich möglichst reifes Obst und frisches Blattgemüse und Wildkräuter verwenden. Ein leistungsfähiger Mixer (auch geeignet Bianco oder Blendtec) sorgt für die notwendige Aufspaltung der harten Zellulosewände der Grünpflanzen. Und man sollte sich beim Trinken Zeit lassen. Smoothies sind kein Glas Wasser, welches ich herunter schütten sollte. Langsam trinken, gut einspeicheln. Wer zum Schütten neigt kann auch mit einem dünnen Strohhalm trinken oder aus einem Suppenteller mit dem Löffel. Für die geschmackliche Abwechslung und damit verschiedene Vitalstoffe konsumiert werden sollte man Obst und vor allem den grünen Anteil regelmäßig variieren. 6 Monate am Stück Babyspinat als grüne Zutat ist nicht nur langweilig, sondern auch gesundheitlich nicht sinnvoll.
  2. Warum ist ein leistungsfähiger Mixer wichtig?
    grüne SmoothiesDunkelgrünes Blattgemüse, Gräser und Kräuter und Wildkräuter haben starke Fasern, die ein normaler Küchenmixer nicht wirklich effektiv zerkleinern kann. Man spürt dies auch an der unangenehmen Konsistenz im Mund, es sind Bröckchen und Stückchen im Smoothie. Diese nicht zerkleinerten Teile führen bei vielen Menschen zu Verdauungsproblemen, wie Völlegefühl und Blähungen, und es wird dann vorschnell gesagt: „Ich vertrage keine grünen Smoothies“. Wer dann im Vergleich dazu die Gelegenheit hat die absolut faserfreie Konsistenz aus einem Profimixer zu probieren, wird begeistert sein und vermutlich auch auf Dauer grüne Smoothies als Bestandteil einer gesunden Ernährung ansehen.
  3. Welche Fehler machen Einsteiger häufig und wie lassen sich diese vermeiden?
    Durch die Begeisterung und die Wirkung kann es vorkommen, dass Anfänger ihre Ernährung komplett durch flüssige Nahrung decken wollen, aber auch das ist nicht sinnvoll, denn wir haben Zähne und einen Kauapparat, der gefordert sein will. Auch gibt Beißen und Kauen eine Befriedigung, die durch Trinken nicht ersetzt werden kann. Ein weiterer Anfänger-Fehler ist es anfangs einen zu hohen Grünanteil zu wählen, vor allem bei Verwendung von Wildkräutern, die sehr bitter sein können, ist der Smoothie dann alles andere als schmackhaft. Der Geschmack muss sich erst an die Bitterstoffe gewöhnen, die aus unserem Obst und Gemüse in den letzten Jahrzehnten immer mehr entfernt wurden. Wichtig ist auch die richtige Menge an Flüssigkeit, also bei wasserhaltigem Obst, wie Melonen kann ich praktisch fast ganz auf das Wasser verzichten. Aber hier gilt trotz aller Tipps die Devise „Probieren geht über Studieren“ und Fehler lassen sich meist ausgleichen indem ich bspw. etwas mehr Flüssigkeit oder mehr süsse Früchte hinzufüge. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich sowieso nicht streiten 😉

7. Fassen Sie die Vorteile von grünen Smoothies in 140 Zeichen zusammen.
Grüne Smoothies sind absolute Vitalstoffbomben, sie schmecken lecker, sind leicht zuzubereiten und sättigen langanhaltend.

  1. Verraten Sie uns bitte Ihr grüne Smoothies Lieblings-Rezept?

    • 4 Bananen,
    • 200 g (tiefgefrorene) Erdbeeren,
    • 1 Handvoll Brennessel-Blätter,
    • 1 Handvoll Blattpetersilie,
    • ½ Avocado,
    • ¾ Liter frisch gepresster Orangensaft (oder Wasser)

  1. Welche Wildkräuter verwenden Sie am liebsten?
    Brennessel, Löwenzahn, Spitzwegerich, Minze
  1. Was halten Sie von reißerischen Aussagen, dass grüne Smoothies gesundheitsschädlich sind? Stichwort Oxalsäure, Nierensteine, Lebensmittelvergiftungen durch rohe Blattgemüse etc. (Udo Pollmer)

Die Aussagen und Anschuldigungen entbehren jeglicher Grundlage. Natürlich sollte man sich mit den Wildkräutern etwas beschäftigen und auch den Grünanteil immer wieder variieren. Udo Pollmer hält die Currywurst für ungefährlicher, aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden, welche Lebensmittel er als gefährlich einstuft. Die Currywurst ist wenn überhaupt ein Nahrungsmittel, grüne Smoothies bestehen aus LEBENsmitteln!  Zu den Aussagen, dass das Mixen im Hochleistungsmixer einen Großteil der Vitalstoffe zerstört können Sie meinen Beitrag „Werden beim Herstellen von Grünen Smoothies 90% der Nährstoffe zerstört?“ lesen. Aber nun genug der Theorie: Jeder, der grüne Smoothies nur vom Hörensagen kennt, sollte es Mal für ein paar Wochen ausprobieren und dann entscheiden, ob sie es Wert sind regelmässig auf dem Tisch zu stehen.

Lessen Sie dazu auch:

Trinken Sie regelmässig grüne Smoothies? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wo sehen Sie die Vor- und Nachteile? Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen, wenn Ihnen die Interview-Reihe zum Thema grüne Smoothies gefallen hat empfehlen Sie unsere Seite weiter und „Liken“ und „Sharen“ Sie diesen Artikel, danke für Ihre Aufmerksamkeit und ein Dank auch an alle grüne Smoothies-Experten für die Teilnahme.

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Simon Bodzioch beschäftigt sich seit 1998 mit den Themen "natürliche Gesundheit" und vegane Rohkost. Der PGS® Blog bietet Ihnen kostenlose Tipps, Rezepte, Videos und informiert über Produktneuheiten. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Obst-, Gemüse-, Rohkost-, und Chlorophyllanteil mit einem überschaubaren Zeitaufwand steigern und so perfekte Gesundheit und Wohlbefinden erreichen können.

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