an apple a day

An apple a day

21. November 2015

Der Apfel – unterschätztes Powerpaket mit großer Wirkung

Schon im Mittelalter wusste man um die gesundheitsfördernden Eigenschaften der rotbackigen Früchte und noch vor wenigen Jahrzehnten waren Äpfel das Winterobst schlechthin. Das leckere Kernobst gehörte in der kalten Jahreszeit zu den wenigen verfügbaren Vitaminlieferanten. Heute spielen Äpfel dank ökologisch teuer erkauftem Importobst aus aller Herren Länder nur noch eine Nebenrolle. Zu Unrecht – denn kein anderes Obst kann mit so vielen wertvollen Vitalstoffen aufwarten, die unserer Gesundheit förderlich sind.

Naturarznei vom Baum

Dass die leckeren Vitaminbomben noch immer weit unterschätzt sind, zeigen zahlreiche Studien, die mittlerweile auch in gängigen Medien Beachtung finden. Alle Untersuchungen kommen einhellig zum selben Ergebnis: Der tägliche Genuss von Äpfeln kann vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt schützen und senkt das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Das beweist nur, dass die viel zitierte, jahrhundertealte Weisheit aus dem viktorianischen England „An apple a day keeps the doctor away“ mehr denn je Gültigkeit hat. Die deutsche Version lautet übrigens: „Ein Apfel pro Tag, mit dem Doktor kein Plag“. Die Gesundheitsformel gegen eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten scheint also an einem Apfelbaum zu wachsen. Eigentlich könnte die Suche nach einem Wundermittel nun ein Ende finden – vorausgesetzt wir würden die heilsamen Kräfte, die in einem simplen Apfel stecken, erkennen. Doch mitunter scheint uns die ungebrochene Fortschrittsgläubigkeit die Sicht auf ganz einfache Dinge zu verstellen. Zwar können wir wissenschaftlich die Existenz von Wasser auf dem Mars nachweisen, wissen aber nicht bis ins Detail, welche wundersame Kräfte in einem simplen Apfel wirken. Nur konsequent, dass wir lieber zu viel beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln und anderen gepriesenen Lifestyleprodukten greifen, statt auf die vorbeugende Kraft der Natur zu vertrauen.

Garant für perfekte Gesundheit

Äpfel sind eine wichtige Komponente in der vollwertigen Ernährung und haben eine wohltuende Wirkung auf den gesamten Organismus. Die Liste der positiven Merkmale ist lang. Das leckere Kernobst bietet eine breit gefächerte Palette an hochwertigen Inhaltsstoffen, die im Zusammenspiel Großes bewirken und bei fast allen Vorgängen in unserem Körper eine Rolle spielen. Ein einziger Apfel stellt ebenso viele Antioxidantien zur Verfügung wie eine siebenfache Tagesdosis Vitamin C. Die knackigen Früchte enthalten fast kein Fett, kaum Eiweiß und bestehen zu 12 Prozent aus Kohlehydraten. Auch kalorientechnisch hält sich der rotbackige Geselle vornehm zurück. Ein durchschnittlich großer Apfel schlägt je nach Sorte und Lagerzeit lediglich mit 60 – 80 Kalorien zu Buche. Nicht zuletzt stellen Äpfel die für unseren Organismus so wertvollen Ballaststoffe zur Verfügung.

Kleiner Apfel – großes Potenzial

Wissenschaftler bewiesen nun, welches Potenzial in einem kleinen Apfel steckt. Sie fanden heraus, dass Äpfel entzündungshemmende, cholesterinsenkende und antidiabetische Wirkung haben und regulierend in den Stoffwechsel eingreifen. Darüber hinaus sind die im Apfel enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe fähig, toxische Stoffe im Darm zu binden und aus dem Körper auszuschwemmen. Genau diese Fähigkeit liegt einem alten Hausrezept zugrunde, das über viele Generationen weitergegeben wurde und noch heute zum Volkswissen gehört. Wohl jeder kennt geriebenen Apfel als probates Mittel gegen Durchfallerkrankungen. Leider setzen wir häufig eher auf übliche Arzneimittel, die jede Menge Nebenwirkungen im Schlepptau haben. Die sekundären Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole, sind zudem zellteilungshemmend, was der Entstehung von Dickdarmkrebs effektiv entgegenwirkt. Kein Wunder also, dass Forscher in zahlreichen Studien unisono zu erstaunlichen Ergebnissen kommen.

Apfel statt Pille

Forscher der Universität Oxford führten, basierend auf einem vergleichenden Rechenmodell, eine wissenschaftliche Laborstudie zur cholesterinsenkenden Wirkung von Äpfeln durch. Zu hohe Blutfettwerte sind maßgeblich an der Entstehung von Arteriosklerose beteiligt, die wiederum zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führt. Die Studie ergab, dass der tägliche Verzehr eines Apfels – statistisch gesehen – jedes Jahr 8500 Todesfälle durch Herzinfarkt und Schlaganfall bei Menschen über 50 verhindern könnte. Im Vergleichsmodell mit üblichen cholesterinsenkenden Medikamenten (in diesem Fall Statine) ergab sich nur ein geringfügig höherer Wert – hier kamen die Wissenschaftler auf 9400 Todesfälle (1).

An apple a day - Suppenküche

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Naturmedizin ohne Nebenwirkungen

Die Krux mit den Statinen: Im Gegensatz zu Äpfeln haben sie allerlei Nebenwirkungen. So ergaben Untersuchungen, dass während ihrer Einnahme vermehrt Krankheiten auftraten. Dies reichte von Muskelerkrankungen (Myopathien) über Diabetes bis hin zu Rhabdomyolyse, einer Erkrankung, die den Zerfall bestimmter Muskelfasern bewirkt. Der Genuss von Äpfeln hat dagegen bisher noch niemandem geschadet – es sei denn, er leidet unter Fruktoseintoleranz oder einer Apfelallergie.

Doch damit nicht genug. Das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe – das Max Rubner Institut (MRI) – kommt zu dem Ergebnis, dass der tägliche Apfelgenuss die Häufigkeit von Lungenkrebs und Dickdarmkrebs deutlich senkt (2). Auch beuge das gesunde Kernobst Schlaganfall und Asthma vor und schütze vor koronaren Herzerkrankungen – so das renommierte Institut. Experimentelle Untersuchungen kommen außerdem zu dem Schluss, dass frische Äpfel das Brustkrebsrisiko verringern. Italienische Gynäkologen stellten gar in einer Studie mit 731 Probandinnen fest, dass sich die Wirkstoffe im Apfel positiv auf die Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane auswirken und damit wesentlich zur sexuellen Lebensqualität von Frauen beitragen kann.

Vitalstoffe – Säulen unserer Gesundheit

Der Apfel enthält eine Fülle an wertvollen Vitalstoffen, die Bausteine des Lebens sind. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind für Stoffwechsel und Zellaktivität unentbehrlich. Sie regulieren im Wechselspiel mit Hormonen und Enzymen nahezu alle Vorgänge in unserem Körper und sind ausschlaggebend für unser Wohlbefinden. Im Apfel vereinen sich die Vitamine C, A, B1, B2, B3, B6 und E sowie unzählige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen, die unser Organismus für ein gutes Funktionieren dringend benötigt.

Eine Fülle gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe

Die Polyphenole im Apfel schützen die Frucht vor Sonneneinstrahlung und Schädlingsattacken. In unserem Organismus agieren die sekundären Pflanzenstoffe als potente Radikalenfänger. Flavonoide haben antioxidative Wirkung und schützen vor Entzündungen und Diabetes. Das enthaltene Quercetin betätigt sich ebenfalls entzündungshemmend und antiallergisch. Kontrollstudien zeigen, dass das Lungenkrebsrisiko durch diesen Wirkstoff statistisch drastisch gesenkt werden kann. Die cholesterinsenkende Wirkung von Äpfeln basiert hauptsächlich auf den darin enthaltenen Pektinen, die beim Transit durch den Darm LDL-Cholesterine binden und aus dem Organismus entfernen. Äpfel weisen zudem eine Fülle bioaktiver Substanzen wie Procyanidine und Proanthocyandine auf. Ihnen wird eine vorbeugende Wirkung gegen Diabetes, Darmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugeschrieben.

Das klingt bereits nach einer mehr als gut gefüllten Hausapotheke der Natur, die uns vor nahezu allen Zivilisationskrankheiten bewahren kann. Doch damit nicht genug. Wie schon die alte Volksweisheit „Eines sollst du dir gut merken: Wenn du schwach bist – Äpfel stärken“ vermuten lässt, punkten die knackigen Früchte sogar mit positiven Auswirkungen auf das Immunsystem. Doch nun genug der Fakten – wenden wir uns der genussvollen Seite zu.

Apfelsaft – frisch gepresster Powerdrink

Kein Zweifel, dass ein saftiger Apfel pur genossen eine Köstlichkeit ist. Das Powerobst ist aber ebenso in flüssiger Form beliebt und auch als Saft ein echter Gewinn für die Gesundheit – solange es sich nicht um industriell hergestellten Apfelsaft aus Tüte oder Flasche handelt. Industriesäfte sind größtenteils aus Konzentrat hergestellt, völlig überzuckert und all ihrer Trübstoffe beraubt – und damit auch weitgehend frei von wertvollen Inhaltsstoffen. Nur in naturtrübem frischem Apfelsaft sind die gesunden sekundären Pflanzenstoffe in hoher Konzentration zu finden. Optimale Ausbeute aller Vitalstoffe garantiert nur Apfelsaft, der aus ungeschälten Äpfeln mit einer schonenden Saftpresse hergestellt ist. Allein 70 Prozent der Vitamine verstecken sich direkt unter der Schale. Selbst gepresster Apfelsaft verleiht bei Konzentrationsschwäche und Müdigkeit schnell wieder Energie und neuen Schwung.

Mein Lieblings-Rezept für den Entsafter:

  • 1 Teil Äpfel
  • 1 Teil Möhren
  • 1 Teil Fenchel
  • ein Daumnennagel großes Stück Ingwer

Grüne Smoothies mit fruchtigem Kick

Äpfel sind auch wichtiger Bestandteil grüner Smoothies – dem Powermix aus flüssigem Chlorophyll bekommt das Beimischen von Äpfeln richtig gut. Äpfel geben dem grünen Smoothie einen Anflug fruchtiger Süße und werten ihn mit ihrer geballten Fülle von Vitalstoffen noch mal auf. Ein grüner Smoothie steckt voller gesundheitsfördernder Ingredienzen – idealerweise hergestellt mit einem leistungsfähigen Mixer, wie zum Beispiel dem Vitamix, der Zellulosefasern besonders effektiv aufbrechen kann.

Rezept für „Grüner Smoothie An apple a day

  • 1 Handvoll Babyspinat
  • 1 Handvoll Brennessel-Blätter
  • 2-3 Äpfel aus der Region (Sorte: Gravensteiner, Topaz oder Goldrenette)
  • 2 Orangen
  • 1 Banane
  • Wassermenge nach Geschmack (statt Wasser kann auch frisch gepresster Saft, Kokoswasser oder Eiswürfel verwendet werden)

Grüne Smoothies mit Apfel

Apfel ist nicht gleich Apfel

Ernährungswissenschaftler empfehlen vor allem alte Apfelsorten wie Gravensteiner, Boskoop, Topaz oder Goldrenette. Nur ist die riesige Auswahl an Apfelsorten im Handel auf einige wenige hochgezüchtete Sorten zusammengeschrumpft. Leider verirren sich alte Sorten nur noch selten in die Supermarktregale. Doch warum eigentlich? Alte Apfelsorten weisen eine wesentlich höhere Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen auf. Gerade dieser hohe Gehalt an gesunden Polyphenolen macht sie aber unattraktiv. Kleine Druckstellen und Schnittfläche verfärben sich schnell braun – ein No-Go für moderne Verbraucher, bei denen nur glänzendes perfektes Aussehen zählt. Moderne turbogezüchtete Sorten wie Golden Delicious oder Granny Smith lassen ernährungsphysiologisch zwar eher zu wünschen übrig – sind aber Designerobst und damit optisch ansprechender. Hier zeigt sich wieder, dass wir als Konsumenten mitentscheiden, was in den Supermarktregalen liegt. Wenn wir uns nicht bald nur noch von schönem Designerfood ernähren wollen, gilt es alte Sorten – egal ob Obst oder Gemüse – zu erhalten.

Alte Sorten für Apfelallergiker

Rund 4 Millionen Menschen in Deutschland reagieren allergisch auf die Inhaltsstoffe von Äpfeln. Doch Apfelallergiker können von alten Sorten profitieren. Wie eine lang angelegte Umfrage des BUND Lemgo ergeben hat, sind die auftretenden allergischen Reaktionen sortenabhängig. Besonders alte Sorten erwiesen sich für Apfelallergiker als durchaus verträglich. Man vermutet, dass der hohe Gehalt an Polyphenolen die Wirkung allergener Stoffe aufhebt oder hemmt. Die Umfrage brachte noch weitere interessante Details ans Licht. Scheinbar erhöht sich der Allergengehalt potenziell mit der Lagerzeit eines Apfels – Allergiker sollten also eher zu frischen Früchten greifen. Rote Sorten lösten außerdem seltener Allergien aus als grüne. In gekochtem Zustand sind die Allergene übrigens nicht mehr aktiv – allerdings sinkt mit dem Garvorgang auch die Wertigkeit der Vitalstoffe.

Der Apfel – lecker, regional und günstig

Äpfel sind nicht nur leckere und vitale Gesundheitskost – mit ihnen stellt uns die Natur potente Wirkstoffe gegen nahezu alle Zivilisationskrankheiten zur Verfügung. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Äpfel sind nicht nur regional verfügbar und damit ökologisch sinnvoll – sie schlagen auch im Preis importierte Exoten um Längen. Es wird höchste Zeit, die herrlich knackigen Früchte wieder mal ganz bewusst und mit allen Sinnen zu genießen – ob als frisch gepressten Saft, Smoothie oder so wie die Natur sie gibt.

Quellen

(1) http://www.bmj.com/content/347/bmj.f7267
(2) http://www.mri.bund.de/no_cache/de/institute/physiologie-und-biochemie-der-ernaehrung/forschungsprojekte/bioaktivitaet-von-apfelsaft.html

Welche Apfelsorten stehen bei Ihnen regelmässig auf der Einkaufsliste ?
▼ ▼ In welcher Form essen Sie Äpfel am liebsten, pur, als Apfelbrei, im Smoothie oder frisch gepresst?! ▼ ▼

Wir hoffen, dass wir Ihnen den Apfel mit diesem Artikel wieder ins Bewusstsein gerufen haben und freuen uns auf Ihre Rückmeldung und natürlich über Shares und Likes.
Danke für Ihr Interesse an perfekter Gesundheit!

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Simon Bodzioch beschäftigt sich seit 1998 mit den Themen "natürliche Gesundheit" und vegane Rohkost. Der PGS® Blog bietet Ihnen kostenlose Tipps, Rezepte, Videos und informiert über Produktneuheiten. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Obst-, Gemüse-, Rohkost-, und Chlorophyllanteil mit einem überschaubaren Zeitaufwand steigern und so perfekte Gesundheit und Wohlbefinden erreichen können.

2 Kommentare

  1. Hallo,
    Topaz gehört aber gar nicht zu den alten Apfelsorten. Der ist erst in den 80ern gezüchtet worden.
    LG

  2. Hallo, habe gerade den Bericht über den Apfel gelesen. Ja, auch bei mir gehört der Apfel (Gala) zum Leben dazu was heißt: Ein Apfel ist mein Frühstück. Selbigen esse ich morgens zu dreiviertel roh und den kleinen Rest schnibbel ich mir klein, noch 3-4 Physalis dazu sowie einen EL Müsli (gebackenes Müsli ohne Zuckerzusätze). Hierzu trinke ich eine große Tasse warmes Wasser. Mein Mann isst seinen Apfel dagegen abends.
    Heute habe ich meinem Mann ein Apfel-Nuss-Brot gebacken. Hierin sind ca. 800 g Äpfel die ich natürlich mit Schale verwendet habe. Da ich keine Rosinen hatte, habe ich frische Bergfeigen genommen sowie Cashwekerne. Jetzt sind wir beide gespannt wie es schmeckt, denn z.Zt. muss es noch auskühlen.

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