Weizengrassaft-Entsafter

Alles was du über das Entsaften von Weizengrassaft wissen solltest

Um Weizengras zu Weizengrassaft zu verarbeiten, muss es zunächst durch den Weizengrassaft-Entsafter zerkleinert werden. Dabei muss eine übermäßige Hitzeeinwirkung vermieden werden. Denn Hitze kann den Saft beschädigen und seinen Nährstoffwert reduzieren.
Wir möchten dir helfen den besten Entsafter für Weizengrassaft zu finden. Weizengras ist einerseits ein empfindliches und andererseits ein sehr herausforderndes Lebensmittel zum Entsaften.

In diesem Ratgeber verraten wir, worauf du beim Kauf eines Weizengras-Entsafters achten solltest. Wir vergleichen einige empfehlenswerte Modelle in unserem kleinen Weizengras-Entsafter-Test.

Gesunden Weizengrassaft herstellen mit einem handbetriebenen Entsafter
Gesunden Weizengrassaft herstellen mit einem handbetriebenen Entsafter

Warum einen Weizengras-Entsafter kaufen?

Frisches und rohes Weizengras ist nicht so leicht essbar wie z.B. Salat oder Kräuter, weil es aufgrund seiner starken Faserstoffe für unsere Verdauung eine echte Herausforderung darstellt. Durch unseren unzureichenden Kauvorgang und die anschließend nicht optimale Verdauung können wir daher leider nur einen Bruchteil der in der Pflanze verfügbaren Vitalstoffe aufspalten und verwerten. Hier kommt der Weizengrassaft ins Spiel. Der Entsafter nimmt uns quasi das Kauen ab und zwar in sehr gründlicher und effektiver Form. Die Vorteile des Trinkens von Weizengrassaft sind sehr vielseitig. Weizengrassaft besteht zu 70 % aus Chlorophyll. Chlorophyll ist der grüne Pflanzenfarbstoff und gilt als entgiftend und blutreinigend. Weizengrassaft ist außerdem eine wertvolle Quelle für die Vitamine A, C und E sowie für Mineralien wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor. Es enthält außerdem alle essentiellen Aminosäuren, also die Eiweiß-Bauteile, die unser Körper nicht selber herstellen kann.

Wir möchten hier nicht tiefer auf die gesundheitlichen Vorteile eingehen. Aber es gibt es mehrere Hundert Studien und Forschungen zum Thema Weizengrassaft. Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, empfehlen wir dir folgende (englischsprachige) Webseite, gib dort einfach als Suchwort „wheatgrass“ ein:

Die Weizengras-Expertin Ann Wigmore (1909-1993) setzte dieses besondere Nahrungsmittel aufgrund seiner hohen Vitalstoffdichte zur Stärkung des Immunsystems ein. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher zum Thema Weizengras und Weizengrassaft sowie den Microgreens (Sprossen) und verfasste zahlreiche Bücher, darunter u.a.:

  • The Wheatgrass Book: How to Grow and Use Wheatgrass to Maximize Your Health and Vitality
  • Recipes for Longer Life: Ann Wigmore’s Famous Recipes for Rejuvenation and Freedom from Degenerative Diseases (English Edition)
  • Ann Wigmore Webseite

Basierend auf Ann Wigmores Arbeit nutzt auch Dr. Brian Clement  frisch gepressten Weizengrassaft als eine der wichtigen Säulen in seinem Hippocrates Health Institute.

Wo erhalte ich Weizengras?

Weizengras ist gelegentlich auf Bauernmärkten und in Naturkostläden erhältlich, aber auch per Online-Versandhandel, wie z.B. vom Landwirt Walter Graf* in Bio-Qualiät. 

Du kannst Weizengras auch zu Hause anbauen, wenn du ausreichend Platz hast und die Arbeit nicht scheust. Es ist sicher die kostengünstigste und natürlich auch frischeste Methode, denn du kannst erst unmittelbar vor dem Pressen des Weizengrassaftes das Weizengras ernten.

Weizengras lässt sich am besten in einem langsam drehenden Entsafter – einem sog. Slow Juicer – entsaften und nicht in einem Zentrifugalentsafter, der ein schnell drehendes Messer verwendet.

Slow Juicer arbeiten zwar langsamer, erzeugen aber auch weniger Hitze und wirbeln weniger Sauerstoff beim Entsaftungsvorgang ein, sie schädigen das Weizengras daher weniger, so dass mehr Antioxidantien im Saft verbleiben.

Wie gut funktionieren Weizengras-Entsafter?

Zentrifugalentsafter sind geeignet für hartes Obst und Gemüse. Äpfel, Orangen, Karotten. Auch andere faserige Obst- und Gemüsesorten sind geeignete Lebensmittel für einen Zentrifugalentsafter, der dabei anfallende Trester (Fruchtfleisch und Faserreste) kann aufgefangen und in verschiedenen Rezepten verwendet werden. 

Langsam drehende Entsafter (Slow Juicer) können sowohl hartes Pressgut als auch chlorophyllhaltige Lebensmittel, dunkelgrünes Blattgemüse, Kräuter, Wildkräuter und Gräser, einschließlich Weizengras, verarbeiten.

Der Preisunterschied zwischen einem Zentrifugalentsafter und einem langsam drehenden Entsafter kann recht groß sein, aber was die Saftqualität und häufig auch die Saftausbeute angeht, sind die Slow Juicer den Zentrifugen-Entsaftern in der Regel überlegen.

Welche Typen von Entsaftern eignen sich am besten für die Herstellung von Weizengrassaft?

Handbetriebene Weizengrassaft-Entsafter

Es gibt manuelle Entsafter, also handbetriebene Entsafter, meist sehen diese aus wie ein Fleischwolf aus Omas Zeiten. Zu bevorzugen sind hier Modelle aus Edelstahl gegenüber denen aus Kunststoff oder aus Gusseisen oder Aluminium. Gusseisen kann mit der Zeit, vor allem wenn nach der Reinigung die schwerer zugänglichen Stellen nicht gründlich abgetrocknet werden, anfangen zu rosten oder sog. Flugrost ansetzen. Kunststoff und Aluminium werden von gesundheitsbewussten Menschen häufig gemieden.

Wenn es ein handbetriebener Weizengras-Entsafter sein soll, dann solltest du wie gesagt das Material Edelstahl bevorzugen. Der Vorteil eines manuellen Entsafters ist der günstige Preis, weil die Konzeption ohne Motor auskommt. So bist du auch in der Lage unterwegs (z.B. Urlaub oder in der Natur) unabhängig vom Strom deinen grünen Saft herzustellen und zu genießen und das auch noch fast lautlos. Der Nachteil ist, dass du die Kraft zum Pressen selber aufbringen musst, aber bei den in der Regel kleinen Mengen an Weizengrassaft sollte das Argument nicht zu schwer wiegen.

Hand-Weizengrassaft-Entsafter aus Edelstahl
Der BL-30 Weizengras-Entsafter hat keinen Motor, diese Saftpresse ist konstruiert wie zu Omas Zeiten, mit einer Konstruktion aus Edelstahl ausgelegt für eine jahrzehntelange Nutzung.

Elektrische Weizengrassaft-Entsafter

Wenn du regelmässig Weizengrassaft herstellen möchtest, empfehlen wir einen elektrischen Weizengrassaft-Entsafter. Wie bereits erwähnt kommen Zentrifugen-Entsafter für Gräser nicht in Frage, weil diese bei chrlorophyllhaltigen und langfaserigen Lebensmitteln an ihre Grenzen kommen. Langsam drehende Entsafter mit zwei Presswalzen, wie der Green Star oder der Angel Juicer sind für langfaseriges Pressgut perfekt geeignet. Die Zwillings-Walzen (twin gear) zerkleinern das Weizengras sehr effektiv und sind in der Lage die Pflanzen- und Zellulose-Fasern sehr gründlich aufzubrechen. Der Trester ist extrem trocken, die Saftausbeute entsprechend sehr hoch. Auch was die Saftqualität angeht erhält man Top-Ergebnisse, was man an der Konsistenz und vor allem kräftigen Farbe des Weizengrassaftes sehr gut erkennen kann. Auch einwellige horizontale Entsafter, wie der Omega MM900 oder der Sana 707 sind sehr gute Weizengrassaft-Entsafter. Die Saftausbeute ist auch nur minimal (etwa 10%) geringer als bei den Twin-Gear-Juicern.

Weizengrassaft-Entsafter Angel Juicer 7500
Der Angel Juicer 7500 ist unseres Erachtens nach der beste elektrische Entsafter zum Entsaften von Weizengras auf dem Markt

Mit welcher Saftausbeute an Weizengrassaft kann ich rechnen?

Die höchste Saftausbeute erreicht der Angel Juicer, dicht gefolgt vom Green Star. Dann folgen die horizontalen Slow Juicer von Sana und Omega. Konkret: Die Twin-Gear-Entsafter Green Star und Angel Juicer holen aus 100 g Weizengras etwa 80-90 ml Saft heraus. D.h. nahezu das gesamte Weizengras wird in Saft verwandelt, übrig bleiben wirklich nur die Faserstoffe bzw. Ballaststoffe. Entsafter mit einer Press-Schnecke holen aber auch beachtliche 70-75 ml aus 100 g Weizengras heraus.

Saftausbeute aus 100 g WeizengrasAngel JuicerGreen StarOmega MM900
Saftausbeute 90 ml80 ml70-75

Worauf muss ich beim Pressen von Weizengrassaft achten?

Damit du lange Freude an deinem Entsafter hast, musst du unbedingt darauf achten das Gerät nicht zu überfordern. Das bedeutet, dass du nicht zu viel Weizengras auf einmal in den Einfüllschacht einfüllen solltest, denn die besonders harten Fasern des Grases können sich sonst um die Press-Schnecke wickeln und nicht schnell genug aus dem Gerät ausgeworfen werden. Das führt zu einem hohen Druck, der vor allem bei Geräten mit Plastikteilen langfristig zu Mikro-Rissen und Beschädigungen führen kann. Du schonst also durch das langsame Einfüllen das Gerät und erhältst als positiven Nebeneffekt auch eine höhere Saftausbeute.

Welche Alternativen zu selbst hergestelltem Weizengrassaft gibt es?

Du kannst wie bereits ewähnt Weizengrassaft auch bereits gepresst kaufen, entweder frisch oder tief gefroren. Es gibt auch Weizengrassaft-Pulver, welches du in deinen Smoothie, Saft oder Joghurt einrühren kannst. Achtung: Es gibt als Pulver Weizengras und Weizengrassaft. Weizengraspulver ist nur getrocknetes Weizengras. Weizengrassaftpulver ist der zu Pulver getrocknete Saft ohne die Faser- bzw. Ballaststoffe.

Wir empfehlen immer das frische Produkt zu konsumieren, also je frischer desto besser was die Nährstoffdichte angeht. Wenn du fertigen Weizengrassaft kaufst, achte darauf, dass dieser nicht erhitzt wurde, sondern Rohkostqualität hat. Denn nur das unerhitzte Produkt besitzt auch die gesundheitlich wertvollen hitzeempfindlichen Vitamine und Enzyme. In Großstädten bieten immer mehr Saftbars auch Weizengrassaft-Shots an. Wenn Du Arbeit sparen möchtest, kannst du auch gleich eine größere Menge an Weizengrassaft pressen und diesen dann in kleinen Flaschen oder in Eiswürfel-Behälter einfrieren. Diese Weizengrassaft-Eiswürfel kannst du sehr gut dosieren und entweder pur oder als Beigabe in dein Getränk geben.

Welche Menge Weizengrassaft sollte ich am Tag trinken

Es gibt hier keine feste Regel. Du solltest wie generell bei der Ernährung auf deinen Körper hören. Aber aufgrund der sehr hohen Vitalstoffdichte genügen eher geringe Mengen. Weizengrassaft wird wie bei Ingwer auch in Shots getrunken, also in Portionen von etwa 30 ml. Bis du dich an den grünen Saft gewöhnt hast, empfehlen wir dir mit kleinen Mengen zu starten. Später kannst Du 2-3 Weizengrassaft-Shots am Tag zu dir nehmen.

Weizengrassaft-Rezept # Der Klassiker

Entsafte 100 g Weizengras um je nach verwendetem Entsafter 2-3 Shots zu je 30 ml zu erhalten. Wasche das Weizengras gründlich. Gib es nun in kleinen Portionen in den Einfüllschacht deines Entsafters, die Twin-Gear-Juicer ziehen das Gras nahezu automatisch ins Gerät ein. Trinke den Saft am besten direkt nach dem Entsaften. Du kannst ihn auch bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren oder wie bereits erwähnt in kleinen Portionen einfrieren.

Weizengrassaft-Rezept # Der Klassiker

Weizengrassaft-Rezept # Zur Abwechslung

Wenn Dir nach Abwechslung ist, kannst Du auch eine Zitrone mit entsaften, da der Weizengrassaft einen süssen Geschmack hat kann das geschmacklich attraktiv sein. Du kannst auch ein Stück Ingwer mitpressen. Der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Es spricht auch nichts das Weizengras als eine von mehreren Zutaten eines Obst- und Gemüsesaftes zu verwenden um den Saft aufzuwerten.

Weizengrassaft-Rezept mit Ingwer und Zitrone




Wir hoffen, dass du jetzt in der Lage bist den für dich geeigneten Weizengrassaft-Entsafter zu finden!

Simon Bodzioch beschäftigt sich seit 1998 mit den Themen "natürliche Gesundheit" und vegane Rohkost. Der PGS® Blog bietet dir kostenlose Tipps, Rezepte, Videos und informiert über Produktneuheiten. Erfahre, wie du deinen Obst-, Gemüse-, Rohkost-, und Chlorophyllanteil mit einem überschaubaren Zeitaufwand steigern und so eine bessere Gesundheit und mehr Wohlbefinden erreichen kannst.

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