So genießen Sie die heißen Sommertage

So genießen Sie die Sommerhitze

14. August 2015
Vor allem im Sommer wird der Körper vor eine große Herausforderung gestellt: er muss konstant an einer guten Durchlüftung des Organismus arbeiten, so dass die Körpertemperatur nicht steigt. Wahrgenommen wird der Prozess durch die Absorbierung von Wasser über die Haut, es entsteht Schweiß. Weil der menschliche Organismus zu 60 Prozent aus Wasser besteht, ist es wichtig, dass die verlorene Flüssigkeit schnell wieder aufgenommen wird. Nur so können alle wichtigen Köperfunktionen optimal ablaufen und Bakterien oder andere Erreger über den Urin ausgeschieden werden. Insbesondere im Sommer sollte somit bewusst auf den Wasserhaushalt geachtet werden. Wasser gilt immer noch als der beliebteste Durstlöscher in Deutschland. Aber auch Limonaden und Säfte werden in großen Mengen konsumiert. Diese werden jedoch häufig unter Einsatz von Fruchtkonzentraten, Farbstoffen und viel Zucker produziert. Der häufige Konsum solcher Getränke kann zur Entwicklung von Übergewicht und Diabetes beitragen. Vor allem bei Kindern sollte darauf geachtet werden, dass der Energiebedarf nicht übermäßig durch Zucker gedeckt wird. Wer Appetit auf ein anderes Getränk hat, muss nicht zwingend zu den industriell produzierten Säften greifen.

Selbst hergestellt schmecken Limonaden, Eistees, cremiges Obsteis, Smoothies und frisch gepresste  Säfte oft nicht nur besser, sie können ebenfalls ohne schlechtes Gewissen genossen werden. Wir verraten Ihnen ein paar kühlende Rezepte mit gesunden Zuckeralternativen.

 

Selbstgemachte Gesunde Limonade selber herstellen - Fotolia 85601128Limonade

Im Supermarkt kann Limonade in den verschiedensten Sorten gekauft werden. Die Flaschen sind gelb, orange oder lila. Wer das Getränk lieber selbst zubereiten möchte, kann mit der individuellen Fantasie und Geschmack spielen: letztendlich ist gut, was schmeckt. Als Grundlage für 1,5 Liter Limonade dienen etwa 7 Beutel Früchtetee und zirka 700 Milliliter Wasser mit viel Kohlensäure. Der Tee wird in 800 Milliliter Wasser aufgekocht und nach Packungsbeilage ziehen gelassen. Für einen besonders intensiven Geschmack können die Teebeutel einige Minuten später entfernt werden. Es eignen sich die unterschiedlichsten Sorten: Hibiskus, Apfel, Erdbeertee oder eine andere Mischung. Während die Teebeutel ihren Geschmack entfalten, werden die Schalen von zwei Zitronen gerieben, bis das weißliche Gewebe ersichtlich ist. Bitte verwenden Sie hierzu ausschließlich Biozitronen. Anschließend kann der Saft aus den Zitrusfrüchten gepresst werden. Nachdem die Teebeutel entfernt wurden, werden Zitronenschale- und Saft beigemischt. Um die Limonade zu süßen, eignet sich beispielsweise Stevia. Zucker weist mit 400 Kalorien pro 100 Gramm nicht nur einen sehr hohen Energiegehalt auf. Gleichzeitig handelt es sich um leere Kalorien, die keinen Nutzen in Form von Nährstoffen bringen. Stattdessen erhöht Zucker das Risiko für Diabetes, Übergewicht und andere Erkrankungen. Stevia hingegen stammt aus Südamerika und ist in verschiedenen Formen erhältlich. Im Supermarkt und Bioläden lassen sich Blätter oder Tinkturen der Pflanze finden. Diese erhöhen den Blutzucker nicht und liefern praktisch keinerlei Kalorien. Auf diese Weise kann die Limonade gesund gesüßt werden. Für eine kühle Erfrischung sollte der Tee zunächst im Kühlschrank seine Temperatur reduzieren. Im letzten Schritt werden Tee und Wasser zusammengefügt. Wer möchte, kann einige Eiswürfel dazugeben, diese sorgen für eine weitere effiziente Abkühlung des Getränks.

Dekorieren Sie die Limonade mit frischen Kräutern wie bspw. Minze oder Zitronenmelisse und Zitronenscheiben.

 

Klassische Zitronen-Orangen-Limonade

Wer es traditionell mag, sollte für einen Liter Limonade 3 Zitronen und 4 Orangen kaufen. Jeweils eine der Früchte wird gerieben, anschließend kann der Saft mit Hilfe einer Saftpresse gewonnen werden. Zum Süßen empfiehlt sich zum Beispiel Agavendicksaft. Das rein pflanzliche Süßungsmittel stammt aus der Agave- eine exotische Blume, welche die meisten Menschen nur als Dekoration in Erinnerung haben. Um an den klebrigen Sirup zu gelangen, wird der Saft aus den Agavenherzen extrahiert. Abgefüllt wird der Agavendicksaft dann, wenn nur noch ungefähr 25 Prozent Wasser nachgewiesen werden können. Für die Limonade können etwa 60 Milliliter Agavendicksaft hinzugefügt werden. Der Saft von Zitronen und Orangen wird ebenso beigefügt wie die geriebenen Schalen. Die Mischung sollte gut verrührt werden, anschließend wird sie in einer Karaffe mit einem Liter sprudelnden Wasser vermengt. Je mehr Kohlensäure das Wasser enthält, desto prickelnder wird die Limonade. Zur Dekoration können Eiswürfel, Zitronenscheiben oder Minzblätter verwendet werden. Ist die Limonade eine Spur zu bitter geworden, verschafft eine Prise Salz Abhilfe.

Klassische Zitronenlimonade - Fotolia 87560148

Eistee

Eistee ist nicht nur lecker und erfrischend- Konservierungsstoffe und Zucker machen leider die gekaufte Version zu einem nicht unbedingt gesunden Genuss. Gleichzeitig sollte bei Kindern aufgrund des Koffeins auf einen geringeren Konsum geachtet werden. Selbstgemacht lässt sich zumindest das Problem mit Zucker und Konservierungsstoffen kontrollieren. Dennoch basiert auch der selbstgemachte Eistee auf schwarzem Tee. Schwarzer Tee weist einen intensiven Geschmack auf und eignet sich dementsprechend für das Getränk. Dabei sollten für Eistee mehr Beutel verwendet werden als auf der Packung vermerkt ist. Für einen Liter können etwa 5 Beutel Tee im Wasser landen. Bei schwarzem Tee gilt jedoch stets der Grundsatz, dass im Notfall lieber mehr Teebeutel zum Einsatz kommen sollten als das die Blätter zu spät abgeseiht werden. Die Teesorte kann sonst schnell bitter schmecken. Grundlage des klassischen Eistees stellt somit immer schwarzer Tee dar. Darüber hinaus darf wieder experimentiert werden: Frisch gepresster Apfelsaft, Traubensaft oder Erdbeersaft ergänzen den Tee wunderbar und verleihen ihm seinen fruchtigen Geschmack. Wer möchte, kann den Saft mit einer Saftpresse oder dem Standmixerund etwas Wasser selber herstellen. Steht keine Saftpresse zur Verfügung und muss der Pürierstab zum Einsatz kommen, sollte das entstehende Püree durch ein feines Netz oder Stofftuch absiebt werden. So ergeben 500 Milliliter Schwarztee und 500 Milliliter Saft bereits eine gute Grundlage für Eistee. Zusätzlich sollte eine halbe Zitrone in die Mischung gepresst und bspw. Xylit nach Bedarf hinzugefügt werden. Im Gegensatz zu Zucker weist Xylit sehr wohl gesundheitliche Vorteile auf: es kann die Entstehung von Karies vermeiden und trägt generell zu einem guten Zustand der Zähne bei. Der Zuckeraustauschstoff hat weniger Kalorien und hinterlässt einen leicht erfrischenden Geschmack.

Eistee - Fotolia 82070413

Popsicles – Eis am Stiel

Popsicles - Eis am Stiel Förmchen Rotho Wave "Eis am Stiel"Nicht nur gut gekühlte Getränke erfrischen in den warmen Monaten- was wäre der Sommer ohne Eis? Die kalte Süßigkeit lässt sich dabei einfach zu Hause herstellen. Vor allem zwischen Juni und August bietet die Natur die unterschiedlichsten Früchte und Obstsorten, welche zu Stieleis verarbeitet werden können. Die einzige Voraussetzung ist neben Fantasie die Existenz passender Eisförmchen, in denen die Masse schließlich gefrieren kann. Es eignen sich zur Not aber auch schmale Gläser.

 

 

Himbeer-Kokos-Eis

  • 500 Gramm Himbeeren
  • 300 Milliliter Kokosnussmilch
  • Agavendicksaft nach Belieben
  • optional: Kokosraspeln

Die Himbeeren werden zusammen mit der Kokosnussmilch und dem Agavendicksaft im Vitamix oder mit einem Pürierstab verrührt. Dabei sollte genügend Zeit in die Vermengung der beiden Zutaten investiert werden.  Der Agavendicksaft fügt dem Eis eine süßliche Note zu. Wer mag, kann zudem einige Kokosraspeln und etwas Zitronensaft in die Flüssigkeit geben. Anschließend wird die Mischung in Förmchen (bspw. Rotho Wave „Eis am Stiel“ – obige Abbildung)  gegossen und eingefroren.

Himbeer-Kokos-Eis selbstgemacht  - Fotolia 88647599

Kirsch-Joghurt-Eis

  • 500 Gramm Kirschen
  • 300 Gramm Sojajoghurt
  • Stevia oder Agavendicksaft

Die Kirschen können frisch oder gefroren gekauft werden. Tiefkühl- Kirschen weisen den Vorteil auf, dass sie in der weiteren Verarbeitung bereits ein cremiges Eis ergeben und schneller gefrieren. Es wird jedoch mindestens ein Pürierstab gebraucht, der eine bestimme Leistung erbringen muss, besser geht es mit einem Hochleistungsmixer. Die Kirschen werden in ein hohes Gefäß gegeben und zerkleinert. Bei der gefrorenen Variante sollte ein kleiner Schluck Wasser hinzugegeben werden. Die Flüssigkeit erleichtert es den Klingen des Pürierstabs oder des Mixers in der Regel, die Früchte in ein cremiges Sorbet zu verwandeln. Anschließend wird der Sojajoghurt dazugegeben und die Mischung mit Stevia oder Agavendicksaft abgeschmeckt. Im Gegensatz zu tierischen Produkten enthält Sojajoghurt keine gesättigten Fettsäuren oder Cholesterin. Cholesterin ist der Hauptverursacher für Herzinfarkte und andere degenerative Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System. Weiterhin bestehen Verbindungen zwischen Kuhmilch und Krebs, Alzheimer sowie Osteoporose. Sojajoghurt hingegen ist rein pflanzlich und wird in der Regel gut vertragen. Wer eine Allergie aufweist, kann auch zu Reis- oder Hafersahne greifen. Alle erwähnten Produkte können bereits in klassischen Supermärkten erworben werden. Ansonsten sind sie in Reformhäusern oder Bioläden zu finden.

Cremiges selbstgemachtes Kirsch-Eis - Fotolia 86591664

Smoothies

Smoothies werden immer beliebter. Sie liefern jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, schmecken gut und erfrischen. Gleichzeitig stellen sie die optimale Verwendung für (über-) reife Bananen oder anderes Obst dar. Immer beliebter werden zudem grüne Smoothies. Diese werden nicht nur mit unterschiedlichem Obst hergestellt, es landet auch grünes Blattgemmüse wie Spinat oder Wildkräuter wie Brennesseln im Mixer.

Erdbeer-Bananen-Smoothie

  • 3 Bananen
  • 400 Gramm Erdbeeren
  • ungefähr 500 Milliliter Wasser oder Eiswürfel

Die Zutaten werden in einem Mixer oder mithilfe des Pürierstabs zu einer cremigen Masse verarbeitet. Ist diese zu fest, kann weiteres Wasser hinzugefügt werden. Die Verwendung von Zucker ist in der Regel nicht notwendig, sorgt bereits der Fruchtzucker des Obstes für eine angenehme Süße. Besonders intensiv wird der Geschmack durch die Verwendung von sehr reifen Bananen.
Natürlich können anstatt Erdbeeren auch Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Brombeeren verwendet werden oder eine Beerenmischung.

Erdbeer-Bananen-Smoothie - Fotolia 85192306

Grüner Smoothie - Fotolia 73688300Grüner Smoothie mit Äpfeln

  • 2 Bananen
  • 2 Äpfel
  • 1/2 Zitrone
  • 200 Gramm Spinat
  • Wasser oder frisch gepresster Orangensaft

 

Der Spinat sollte vor der Verwendung gut gewaschen werden. Wer sich nicht direkt dazu überwinden kann, einen sehr grünen Smoothie zu trinken, sollte sich langsam an die Sache herantasten. Dafür wird der Gehalt an Grünzeug jeden Tag ein bisschen erhöht, bis eine Gewöhnung an den neuen Geschmack stattgefunden hat. Grünes Gemüse weist viel Protein und andere wichtige Vitamine und Vitalstoffe auf.

Was sind Ihre bevorzugten Rezepte für heiße Sommertage ?
▼ ▼ Verraten Sie uns Ihr Lieblings-Rezept unten im Kommentar ! ▼ ▼

Wir hoffen, dass Ihnen unser kleiner Ausflug in die Welt der gesunden Abkühlungen gefallen hat und freuen uns auf Ihre Rückmeldung und natürlich über Shares und Likes.

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Simon Bodzioch beschäftigt sich seit 1998 mit den Themen "natürliche Gesundheit" und vegane Rohkost. Der PGS® Blog bietet Ihnen kostenlose Tipps, Rezepte, Videos und informiert über Produktneuheiten. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Obst-, Gemüse-, Rohkost-, und Chlorophyllanteil mit einem überschaubaren Zeitaufwand steigern und so perfekte Gesundheit und Wohlbefinden erreichen können.

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