Wartmann WM-2512 DH im Test: Dörren in Rohkost-Qualität bei 43 Grad

Ob Apfelringe, getrocknete Tomaten, aromatische Pilze oder selbst gemachtes Fruchtleder: Mit einem guten Dörrautomaten kannst Du Lebensmittel schonend haltbar machen und dabei selbst bestimmen, welche Zutaten, Temperaturen und Dörrzeiten zum Einsatz kommen.

Für diesen ausführlichen Praxistest haben wir den Wartmann WM-2512 DH mit Apfelringen, Kiwi-Scheiben, Tomaten, Cherry-Tomaten, Champignons und Kräutern beladen. Alle Lebensmittel wurden bei 43 Grad getrocknet.

Damit wollten wir nicht die kürzestmögliche Dörrzeit ermitteln, sondern herausfinden, wie sich das Gerät beim besonders schonenden Trocknen im häufig verwendeten Rohkostbereich bewährt.

Der Wartmann ist mit zwölf Edelstahl-Einschüben, horizontaler Luftführung, einem Temperaturbereich von 25 bis 90 Grad und einem bis zu 72 Stunden programmierbaren Timer ausgesprochen vielseitig. Gleichzeitig ist er groß genug, um nicht nur einzelne Snacks, sondern auch saisonale Ernten oder umfangreichere Vorräte zu verarbeiten.

Den aktuellen Preis, die Bestellmöglichkeit und weitere technische Informationen findest Du auf unserer Produktseite zum Wartmann Dörrautomat WM-2512 DH.

Frontalansicht des Wartmann WM-2512 DH

Das Wichtigste aus unserem Wartmann-Test in Kürze

Der Wartmann WM-2512 DH hat sich in unserem Test als hochwertig verarbeiteter und sehr unkompliziert bedienbarer Dörrautomat erwiesen. Seine besondere Stärke liegt in der Verbindung aus großzügiger Kapazität, präziser Temperaturwahl und horizontaler Luftführung.

Besonders positiv aufgefallen sind uns:

  • zwölf stabile Edelstahl-Einschübe mit 0,96 m2 Dörrfläche
  • gradgenaue Temperatureinstellung von 25 bis 90 Grad
  • 42 oder 43 Grad ohne Kompromiss einstellbar
  • horizontaler Luftstrom durch den rückseitigen Lüfter
  • übersichtliches Bedienfeld an der Vorderseite
  • doppelwandiges und gut isoliertes Gehäuse
  • großes Sichtfenster mit zuschaltbarer Innenbeleuchtung
  • automatische Abschaltung der Beleuchtung
  • herausnehmbares Krümelfach
  • angenehm gleichmäßiges Lüftergeräusch
  • Timer bis 72 Stunden
  • unkomplizierte Reinigung

Berücksichtigen solltest Du:

  • Für gelegentliche Kleinstmengen ist das Gerät größer als unbedingt erforderlich.
  • Bei 43 Grad benötigen wasserreiche Lebensmittel viel Zeit.
  • Das Gerät braucht einen stabilen und gut belüfteten Aufstellplatz.
  • Für Fruchtleder, Cracker und flüssigere Massen sind geeignete Dörrfolien erforderlich.
  • Für weiches Obst sind Dörrfolien vorteilhaft
  • Die zwölf Einschübe lohnen sich besonders, wenn Du mehrere Zutaten oder größere Mengen gleichzeitig trocknest.

Warum Lebensmittel selbst dörren?

Beim Dörren wird den Lebensmitteln ein großer Teil ihres Wassers entzogen. Dadurch verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für viele Mikroorganismen, und die Lebensmittel können bei ausreichender Trocknung und korrekter Lagerung deutlich länger haltbar werden.

Gleichzeitig konzentriert sich der Geschmack. Äpfel schmecken intensiver und süßer, Tomaten entwickeln ein besonders kräftiges Aroma und Pilze lassen sich nach dem Trocknen vielseitig zum Würzen oder für Suppen und Saucen verwenden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der vollständigen Kontrolle über die Zutaten. Selbst gedörrte Lebensmittel benötigen weder zugesetzten Zucker noch zusätzliches Öl, Schwefel oder andere Konservierungsstoffe. Du entscheidest selbst, welches Ausgangsprodukt Du verwendest, wie dick Du es schneidest und bei welcher Temperatur es getrocknet wird.

Gerade Lebensmittel, die ausdrücklich als in Rohkost-Qualität getrocknet angeboten werden, sind im Handel nicht immer leicht zu finden. Wenn sie erhältlich sind, kosten sie häufig erheblich mehr als gewöhnliches Trockenobst oder getrocknetes Gemüse.

Bei selbst hergestellten Produkten kennst Du dagegen die eingestellte Temperatur und den gesamten Verarbeitungsprozess.

Das Dörren ist außerdem eine gute Möglichkeit, saisonale Überschüsse sinnvoll zu nutzen. Wenn im Garten viele Tomaten gleichzeitig reif werden, Äpfel günstig angeboten werden oder nach dem Pilzesammeln eine größere Menge verarbeitet werden muss, können die Lebensmittel platzsparend haltbar gemacht werden.

Was bedeutet „Dörren in Rohkost-Qualität“?

Der Begriff Rohkost-Qualität ist rechtlich nicht geschützt. Es gibt deshalb keine gesetzlich verbindliche Temperatur, die ein Produkt einhalten muss, um entsprechend bezeichnet werden zu dürfen.

In der Rohkostszene werden häufig 42 Grad als Orientierung genannt. Teilweise gelten auch 43 oder 45 Grad noch als akzeptabel. Entscheidend ist, dass es sich dabei um verbreitete Konventionen und nicht um eine einheitliche gesetzliche Definition handelt.

Hinzu kommt ein wichtiger physikalischer Unterschied: Die am Dörrautomaten eingestellte Lufttemperatur ist nicht automatisch identisch mit der Temperatur im Inneren des Lebensmittels.

Besonders zu Beginn des Dörrvorgangs wird durch die Verdunstung von Wasser Wärme abgeführt. Das Lebensmittel kann dadurch zunächst kühler bleiben als die umgebende Luft.

Für unseren Test haben wir uns für 43 Grad entschieden. Diese Einstellung liegt sehr nah an der häufig verwendeten Rohkostorientierung und lässt sich am Wartmann ohne Rundung oder Temperatursprung direkt einstellen.

Niedrige Temperaturen bedeuten allerdings nicht, dass beim Dörren überhaupt keine Veränderungen auftreten. Licht, Sauerstoff, Lagerdauer und der lange Trocknungsprozess können ebenfalls empfindliche Inhaltsstoffe beeinflussen.

Aber auch Dörren bei niedriegen Temperaturen ist natürlich nicht vollständig verlustfrei, behandelt hitzeempfindliche Bestandteile aber schonender als eine Verarbeitung bei deutlich höheren Temperaturen.

Der Wartmann WM-2512 DH im Überblick

Der WM-2512 DH ist ein rechteckiger Dörrautomat mit zwölf übereinander angeordneten rechteckigen Edelstahl-Einschüben.

Anders als bei vielen runden Stapelgeräten befindet sich der Lüfter nicht unter dem Dörrgut, sondern an der Rückseite des Innenraums.

Die erwärmte Luft strömt horizontal über die Einschübe in Richtung Tür. Dadurch müssen die oberen Ebenen nicht ausschließlich von der Luft versorgt werden, die zuvor bereits durch alle darunterliegenden Etagen geströmt ist.

Technische Daten des Wartmann WM-2512 DH

MerkmalWartmann WM-2512 DH
Anzahl der Einschübe12
Material der EinschübeEdelstahl
Temperaturbereich25 bis 90 °C
Temperatureinstellunggradgenau
Timerbis 72 Stunden
Timerschritte30 Minuten
Maximale Anschlussleistung800 Watt
Luftführunghorizontal
LüfterpositionRückseite
Gehäusenahezu vollständig aus beschichtetem Edelstahl
TürGlasfenster
Innenbeleuchtungzuschaltbar, automatische Abschaltung
Auffangschaleherausnehmbares Krümelfach
Abmessungen laut Produktunterlagenca. 49 × 34,5 × 41 cm
Gewicht laut Produktunterlagenca. 11 kg

Verarbeitung und Design

Das Gehäuse des Wartmann besteht – abgesehen von Glas, Elektronik, Lüfter, Bedienfeld und Anschlusskabel – nahezu vollständig aus Edelstahl.

Die schwarze Beschichtung verleiht dem Gerät eine moderne und hochwertige Optik.

Im Alltag hat die Beschichtung noch einen praktischen Vorteil: Fingerabdrücke und leichte Berührungen fallen weniger stark auf als auf blank poliertem Edelstahl. Das Gerät wirkt dadurch auch nach mehrmaligem Öffnen und Bedienen vergleichsweise gepflegt.

Das Gehäuse ist doppelwandig aufgebaut. Diese Konstruktion verbessert die Isolation und reduziert den Wärmeverlust über die Außenflächen.

Das ist gerade bei langen Dörrvorgängen sinnvoll, weil die einmal erzeugte Wärme besser im Innenraum gehalten werden kann.

Die zwölf Einschübe machen den WM-2512 DH zu einem großen Dörrautomaten. Trotzdem bleibt seine Grundfläche überschaubar, weil die Kapazität vor allem durch die Höhe und die Zahl der übereinander angeordneten Ebenen entsteht.

Horizontaler Luftstrom statt runder Stapelbauweise

Bei klassischen runden Dörrautomaten befindet sich das Heizelement häufig im unteren Bereich. Die warme Luft steigt anschließend durch die übereinandergestapelten Etagen nach oben.

Je nach Gerät, Beladung und Lebensmittel kann es deshalb sinnvoll oder notwendig sein, die Ebenen während des Trocknens umzuschichten.

Beim Wartmann sitzt ein großer Lüfter mit Heizelement an der Rückwand. Die Luft wird horizontal über sämtliche Einschübe geführt und kann anschließend im Bereich der Tür entweichen.

Dieses Prinzip bietet mehrere Vorteile:

  • Alle Ebenen werden direkt vom Luftstrom erreicht.
  • Unterschiedliche Einschübe lassen sich leichter gleichzeitig nutzen.
  • Die Einschübe müssen in der Regel nicht umgesetzt werden.
  • Tropfen können nicht direkt auf ein unten liegendes Heizelement gelangen.
  • Einzelne Einschübe können entfernt werden, wenn mehr Höhe benötigt wird.

Voraussetzung bleibt eine vernünftige Beladung. Werden Scheiben überlappend oder ohne Zwischenraum aufgelegt, kann auch ein kräftiger Lüfter die blockierten Flächen nicht gleichmäßig trocknen.

Die Lebensmittel sollten deshalb möglichst in gleichmäßige Stücke geschnitten und mit etwas Abstand nebeneinandergelegt werden.

Ventilator / Lüfter des Wartmann WM-2512 DH

Bedienung: unkomplizierter geht es kaum

Die Bedienung gehört zu den größten Stärken des Wartmann WM-2512 DH.

Zunächst wird der Hauptschalter auf der Rückseite eingeschaltet. Danach startest Du das Gerät über das Bedienfeld oberhalb der Tür.

Temperatur, Zeit und Innenbeleuchtung werden über klar erkennbare Sensortasten gesteuert.

Die Temperatur lässt sich mit Plus- und Minustaste in einzelnen Gradschritten zwischen 25 und 90 Grad einstellen.

Das ist insbesondere beim schonenden Dörren ein echter Vorteil. Möchtest Du genau 42 oder 43 Grad verwenden, musst Du Dich nicht zwischen den gröberen Stufen 40 und 45 Grad entscheiden.

Auch die Zeit wird direkt am Bedienfeld eingestellt. Der Timer reicht bis 72 Stunden und lässt sich in Schritten von jeweils 30 Minuten verändern.

Während des Betriebs zeigt das Display abwechselnd die eingestellte Temperatur und die verbleibende Laufzeit an. Du musst daher keine zusätzliche Taste drücken, um beide Werte zu kontrollieren.

Nach Ablauf der programmierten Zeit beendet das Gerät den Dörrvorgang automatisch.

Einschalten, Temperatur wählen und Zeit einstellen – mehr ist für den Start tatsächlich nicht erforderlich.

Bedienfeld an der Vorderseite

Das vollständig an der Vorderseite angeordnete Bedienfeld ist im Alltag ausgesprochen praktisch.

Auch wenn das Gerät auf einer etwas höheren, ausreichend stabilen Fläche steht, bleiben Display und Tasten von vorne gut erreichbar.

Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass der Wartmann waagerecht und sicher steht, hinter dem Gehäuse ausreichend Abstand vorhanden ist und sämtliche Lüftungsöffnungen frei bleiben.

Der Hauptschalter befindet sich allerdings an der Rückseite. Dieser muss zunächst eingeschaltet werden, bevor die vorderen Bedienelemente genutzt werden können.

Bedienfeld an der Vorderseite des Wartmann WM-2512 DH

Praktische Sichtkontrolle durch Glasfenster und Innenlicht

Durch die Glastür kannst Du den Fortschritt kontrollieren, ohne das Gerät jedes Mal öffnen zu müssen.

Das reduziert unnötige Wärmeverluste und ist besonders praktisch, wenn unterschiedliche Lebensmittel gleichzeitig getrocknet werden.

Bei Bedarf lässt sich die Innenbeleuchtung einschalten. Sie schaltet sich nach einer Minute automatisch wieder aus.

Dadurch bleibt das Licht nicht versehentlich über viele Stunden eingeschaltet.

Natürlich ersetzt der Blick durch das Fenster nicht die abschließende Prüfung. Ob ein Lebensmittel ausreichend getrocknet ist, erkennst Du letztlich am zuverlässigsten durch Berühren, Biegen oder Brechen eines vollständig abgekühlten Stücks.

Direkt nach dem Dörren können Lebensmittel durch die Restwärme zunächst trockener und knuspriger wirken, als sie nach dem Abkühlen tatsächlich sind.

Bedienfeld mit Lichtschalter an der Vorderseite des Wartmann WM-2512 DH

Unser Testaufbau bei 43 Grad

Für unseren Praxistest haben wir bewusst unterschiedliche Lebensmittel ausgewählt:

  • Apfelringe
  • Kiwi-Scheiben
  • Tomaten
  • Cherry-Tomaten
  • Champignons
  • Kräuter (Rosmarin und Thymian)

Damit waren sowohl wasserreiches Obst und Gemüse als auch Pilze und Kräuter vertreten. Alle Zutaten wurden bei 43 Grad getrocknet.

Die Lebensmittel haben wir möglichst gleichmäßig geschnitten und mit ausreichendem Abstand auf den Edelstahlgittern verteilt.

Ein gleichmäßiger Schnitt ist wichtig, weil dünne Scheiben wesentlich schneller trocknen als dicke Stücke.

Tomaten, Äpfel, Kiwi und Champignons unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Wassergehalt, Struktur und gewünschter Endkonsistenz.

Der Test war deshalb kein reiner Geschwindigkeitsvergleich. Im Mittelpunkt standen vielmehr:

  • die Bedienbarkeit des Geräts
  • die Verteilung der Luft
  • die Kontrollmöglichkeiten
  • die Verarbeitung unterschiedlicher Zutaten
  • die Qualität der fertigen Lebensmittel
  • das Verhalten bei niedriger Temperatur
  • die Reinigung nach dem Dörrvorgang

Apfelringe bei 43 Grad trocknen

Apfelringe gehören zu den Klassikern im Dörrautomaten. Sie lassen sich unkompliziert vorbereiten, sind vergleichsweise preiswert und eignen sich hervorragend, um die Arbeitsweise eines Dörrgeräts zu beurteilen.

Beim Trocknen verliert der Apfel einen erheblichen Teil seines Wassers. Dadurch tritt seine natürliche Süße stärker hervor, obwohl kein Zucker hinzugefügt wird.

Die endgültige Konsistenz hängt vor allem von der Scheibendicke und der Dörrzeit ab.

Dünne Apfelringe können deutlich fester und knuspriger werden. Dickere Scheiben bleiben eher weich und biegsam.

Bei 43 Grad erfolgt das Trocknen ausgesprochen schonend, benötigt aber mehr Geduld als bei den häufig empfohlenen höheren Temperaturen für Obst.

Das Ergebnis überzeugt dafür mit einem intensiven, natürlichen Apfelaroma.

Besonders praktisch ist die große Zahl an Einschüben, wenn im Spätsommer oder Herbst größere Mengen Äpfel verarbeitet werden sollen.

Statt mehrere kleine Durchgänge nacheinander zu starten, kannst Du einen größeren Teil der Ernte gleichzeitig trocknen.

Apfelringe bei 43 Grad trocknen im Wartmann Dörrautomat WM2512 DH

Müssen Äpfel vor dem Dörren geschält werden?

Äpfel müssen nicht zwingend geschält werden. Bei ungeschälten Äpfeln bleiben mehr Ballaststoffe erhalten, und die Ringe behalten eine stabilere Form.

Wichtig ist, die Äpfel gründlich zu waschen und das Kerngehäuse zu entfernen.

Ob Du die Schale verwendest, hängt letztlich vom persönlichen Geschmack und der Beschaffenheit der Äpfel ab.

Wie verhindert man, dass Apfelringe braun werden?

Die Braunfärbung ist eine natürliche enzymatische Reaktion und gesundheitlich unproblematisch.

Wenn Dir eine hellere Farbe wichtig ist, kannst Du die Apfelringe vor dem Dörren kurz mit Zitronensaft oder verdünntem Zitronenwasser benetzen.

Das ist jedoch nicht zwingend erforderlich und verändert den Geschmack leicht.

Kiwi-Scheiben im Dörrautomaten

Kiwi entwickelt beim Dörren einen sehr charakteristischen Geschmack.

Das süß-säuerliche Aroma konzentriert sich und unterscheidet sich deutlich von klassischem Trockenobst wie Apfel oder Banane.

Die kleinen Kerne bleiben erhalten und sorgen für eine interessante Textur.

Je nach Reifegrad der Früchte kann das Ergebnis stärker süß oder deutlich säuerlich ausfallen.

Auch bei Kiwi ist eine gleichmäßige Scheibendicke entscheidend.

Sehr dünne Scheiben trocknen wesentlich schneller und werden fester. Dickere Scheiben benötigen länger und bleiben eher elastisch.

Optisch sind getrocknete Kiwi-Scheiben ebenfalls attraktiv. Sie eignen sich deshalb nicht nur als Snack, sondern auch zum Garnieren von Müslis, Desserts oder Frühstücksschalen.

Für ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis sollten die Kiwis ähnlich reif sein und in vergleichbar dicke Scheiben geschnitten werden.

Da Kiwis leicht an den Edelstahl-Gittern kleben empfehlen wir die Verwendung einer Dörrfolie.

So sehen die Kiwischeiben getrocknet in Rohkostqualität im Wartmann WM2512-DH aus

Tomaten und Cherry-Tomaten trocknen

Tomaten zählen zu den wasserreichsten Lebensmitteln in unserem Test. Entsprechend viel Feuchtigkeit muss während des Dörrens aus dem Gerät abgeführt werden.

Durch den Wasserverlust konzentrieren sich Süße, Säure und das typische Tomatenaroma.

Das Ergebnis schmeckt erheblich intensiver als eine frische Tomate und lässt sich vielseitig verwenden:

  • in Salaten
  • in Saucen
  • in Suppen
  • auf Pizza
  • in Brotaufstrichen
  • in Gemüsegerichten
  • als aromatische Snackzutat
  • zu Tomatenpulver gemahlen

Cherry-Tomaten entwickeln durch ihre natürliche Süße ein besonders konzentriertes Aroma.

Wegen ihres hohen Wassergehalts und ihrer Dicke benötigen sie allerdings Geduld – vor allem bei einer niedrigen Einstellung von 43 Grad.

Größere Tomaten sollten in möglichst gleichmäßige Scheiben geschnitten werden. Cherry-Tomaten können halbiert oder je nach Größe geviertelt werden.

Die Schnittfläche sollte möglichst nach oben zeigen, damit Flüssigkeit nicht unnötig auf die darunterliegenden Einschübe tropft.

Vor der Lagerung sollten die Tomaten besonders gründlich kontrolliert werden.

Weiche und noch feuchte Stellen können die Haltbarkeit deutlich verkürzen. Für eine längere trockene Lagerung müssen die Stücke ausreichend durchgetrocknet sein.

Sollen die Tomaten dagegen zeitnah verbraucht werden, können sie je nach Vorliebe etwas weicher und ledriger bleiben.

Die halbierten Cherry-Tomaten waren aufgrund ihrer Dicke noch nicht durchgetrocknet, aber für den kurzfristigen Verzehr perfekt und lecker, die Tomatenscheiben waren vollständig durchgetrocknet und damit entsprechend länger haltbar.

Tomaten und Cherry-Tomaten trocknen im Wartmann WM-2512 DH

Champignons bei niedriger Temperatur trocknen

Champignons verlieren beim Dörren deutlich an Volumen. Gleichzeitig wird ihr Geschmack konzentrierter und kräftiger.

Getrocknete Champignons lassen sich später direkt in Suppen und Saucen geben oder zunächst in Wasser einweichen.

Das Einweichwasser nimmt einen Teil des Pilzaromas auf und kann ebenfalls zum Kochen verwendet werden.

Vollständig getrocknete Pilze können außerdem zu einem feinen Pulver verarbeitet werden.

Dieses eignet sich zum Würzen von:

  • Gemüsebrühen
  • Suppen
  • Saucen
  • Risotto
  • Kartoffelgerichten
  • Hülsenfrüchten
  • veganen Bratlingen

Bei 43 Grad werden die Champignons sehr zurückhaltend getrocknet.

Dünne, gleichmäßige Scheiben erleichtern dabei ein einheitliches Ergebnis.

Vor dem Dörren sollten Champignons nur so stark gereinigt werden, wie es notwendig ist. Werden sie längere Zeit in Wasser gelegt, nehmen sie zusätzliche Feuchtigkeit auf und benötigen anschließend länger zum Trocknen.

Meist reicht es, Verschmutzungen mit einer Bürste, einem Tuch oder kurz unter fließendem Wasser zu entfernen.

Pilze (Champignons) lassen sich im Wartmann WM-2512 DH perfekt dörren

Kräuter bei Rohkost-Temperatur trocknen

Die Kräuter waren perfekt trocken und konnten direkt in Vorratsgläser gegeben werden für die Verwendung in aromatischen Tomatensaucen zum Beispiel.

Unsere Dörrergebnisse im Überblick

LebensmittelCharakter des ErgebnissesBesonders geeignet für
Apfelringeintensiv, natürlich süß, je nach Dicke weich bis festSnack, Müsli, Wandern
Kiwi-Scheibenfruchtig, süß-säuerlich und aromatischSnack, Dekoration, Müsli
Tomatenkonzentriert, würzig und aromatischSaucen, Salate, Pizza
Cherry-Tomatenbesonders intensiv und leicht süßlichAntipasti, Salate, Snacks
Champignonskräftiges Pilzaroma, stark reduziertes VolumenSuppen, Saucen, Pilzpulver
Rosmarinintensiv würzig, harzig und besonders aromatischKartoffeln, Ofengemüse, Suppen, Kräutersalz
Thymiankräftig aromatisch, würzig und leicht herbSaucen, Suppen, Gemüsegerichte, Kräutermischungen

Wie gleichmäßig trocknet der Wartmann WM-2512 DH?

Die rückseitige Luftführung ist für einen Dörrautomaten dieser Größe sehr sinnvoll.

Die warme Luft wird horizontal über die Einschübe bewegt, anstatt ausschließlich von unten nach oben durch einen Stapel von Etagen zu steigen.

Trotzdem hängt die Gleichmäßigkeit nicht allein vom Gerät ab. Auch folgende Faktoren spielen eine Rolle:

  • Dicke der Scheiben
  • Wassergehalt
  • Reifegrad
  • Abstand zwischen den Stücken
  • Gesamtbeladung
  • Position besonders wasserreicher Lebensmittel
  • gewünschte Endkonsistenz
  • Verwendung von Dörrfolien

Für möglichst einheitliche Resultate solltest Du daher innerhalb einer Lebensmittelart ähnlich große Stücke verwenden.

Bei einer gemischten Beladung empfiehlt es sich, die einzelnen Zutaten unabhängig voneinander zu kontrollieren und fertige Stücke gegebenenfalls früher zu entnehmen.

Selbst innerhalb einer einzelnen Frucht können Unterschiede auftreten. Randstücke eines Apfels sind beispielsweise häufig kleiner als Scheiben aus der Mitte und trocknen daher schneller.

Die Edelstahlgitter können beim Wartmann WM2512 DH einzeln entfernt werden. Dadurch lässt sich der Abstand zwischen den Ebenen vergrößern.

Zwölf Einschübe: viel Platz bei kompakter Grundfläche

Zwölf Einschübe sind mehr, als für eine einzelne Portion Apfelringe benötigt werden.

Ihre Stärke zeigt die große Kapazität vor allem in anderen Situationen:

  • bei der Obsternte im eigenen Garten
  • bei größeren Mengen saisonaler Tomaten
  • nach dem Sammeln von Kräutern oder Pilzen
  • bei der Vorbereitung von Vorräten
  • für größere Familien
  • für Selbstversorger
  • zur gleichzeitigen Verarbeitung mehrerer Zutaten
  • für Fruchtleder, Cracker oder Müsliriegel

Wer ausschließlich gelegentlich eine kleine Handvoll Obst trocknen möchte, wird die Kapazität nicht immer vollständig ausnutzen.

Werden dagegen regelmäßig größere Mengen verarbeitet, kann ein großer Durchgang praktischer und effizienter sein als mehrere kleine Durchgänge hintereinander.

Das gilt besonders dann, wenn saisonale Lebensmittel nur für kurze Zeit in größeren Mengen verfügbar sind.

Herausnehmbare Einschübe schaffen zusätzlichen Platz

Die Edelstahlgitter können einzeln entfernt werden. Dadurch lässt sich der Abstand zwischen den Ebenen vergrößern.

Das ist beispielsweise praktisch für:

  • dickere Fruchtstücke
  • größere Gemüsehälften
  • höhere Formen
  • kleine Schalen
  • Rohkostbrote
  • dickere Cracker
  • andere Zubereitungen, die mehr Höhe benötigen

Optional ist außerdem eine Hängevorrichtung mit Edelstahlhaken erhältlich.

Damit können geeignete Lebensmittel hängend getrocknet werden, während die übrigen Einschübe weiterhin nutzbar bleiben.

Die Haken können beispielsweise für Apfelringe oder andere geeignete Obst- und Gemüsestücke verwendet werden.

Herausnehmbare Einschübe schaffen zusätzlichen Platz

Wie laut ist der Wartmann Dörrautomat?

Während des Betriebs ist vor allem ein gleichmäßiges Lüfterrauschen zu hören.

Das Geräusch wirkt nicht schrill oder wechselhaft und fällt in einer normalen Küche meist nicht unangenehm auf.

Vollständig lautlos kann ein Dörrautomat mit kräftiger Luftzirkulation naturgemäß nicht arbeiten.

Da ein Dörrvorgang viele Stunden dauern kann, solltest Du das Gerät trotzdem nicht direkt neben einem Schlafplatz oder einem besonders ruhigen Arbeitsplatz aufstellen.

In unserem Video kannst Du Dir einen eigenen Eindruck vom Betriebsgeräusch verschaffen. Die Art und Tonhöhe des Geräuschs lassen sich über eine Tonaufnahme oft besser beurteilen als allein anhand einer Dezibelangabe.

Stromverbrauch: 800 Watt bedeuten nicht 800 Watt im Dauerbetrieb

Die Leistungsangabe von 800 Watt beschreibt die maximale Leistungsaufnahme des Wartmann WM-2512 DH. Das bedeutet nicht, dass das Gerät während des gesamten Dörrvorgangs ununterbrochen 800 Watt verbraucht.

Bei unserem Test konnten wir am Tapo-Strommessgerät sehr gut beobachten, wie die Temperaturregelung arbeitet: Über weite Strecken zeigte das Messgerät lediglich rund 22 Watt an. Das dürfte im Wesentlichen dem permanent laufenden Lüfter sowie der Elektronik entsprechen.

Sobald das Gerät nachheizte, stieg die gesamte Leistungsaufnahme auf ungefähr 800 Watt. Dabei liefen Lüfter und Heizelement gleichzeitig. Auf das Heizelement allein entfielen somit rechnerisch etwa 780 Watt zusätzlich. Sobald die eingestellten 43 Grad wieder erreicht waren, schaltete sich die Heizung ab und die Leistungsaufnahme fiel erneut auf rund 22 Watt zurück.

Stromverbrauch Messung beim Testlauf des Wartmann WM-2512 DH laut Messgerät und App (Screenshot)

Bei unserem Test mit Apfelringen, Kiwi-Scheiben, Tomaten, Cherry-Tomaten, Champignons, Rosmarin und Thymian lief der Wartmann bei 43 Grad von 13:15 Uhr bis 09:30 Uhr am folgenden Morgen. Der gesamte Dörrvorgang dauerte somit 20 Stunden und 15 Minuten.

Während dieser Zeit wurden laut Tapo-Strommessgerät insgesamt 3,5 kWh verbraucht. Das entspricht einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von rund 173 Watt. Rechnerisch lief die Heizung unter diesen Testbedingungen insgesamt nur etwa vier Stunden beziehungsweise während ungefähr eines Fünftels der gesamten Laufzeit. Den weitaus größten Teil der Zeit benötigte das Gerät lediglich die rund 22 Watt für Lüfter und Steuerung.

Zu diesem vergleichsweise niedrigen Durchschnittsverbrauch dürften mehrere Faktoren beigetragen haben: Die eingestellte Temperatur lag mit 43 Grad nur 19 Grad über der sommerlichen Raumtemperatur von etwa 24 Grad. Außerdem reduziert das doppelwandige und gut isolierte Gehäuse den Wärmeverlust über die Außenflächen. Dadurch musste das Heizelement nur kurzzeitig zugeschaltet werden, um die eingestellte Temperatur zu halten.

Wie hoch der Verbrauch bei anderen Anwendungen ausfällt, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • eingestellte Temperatur
  • Raumtemperatur
  • Menge und Wassergehalt des Dörrguts
  • Beladung der Einschübe
  • Dauer des Dörrvorgangs
  • Häufigkeit des Türöffnens
  • Luftzirkulation am Aufstellort

Bei höheren Temperaturen, einer kühleren Umgebung oder häufigem Öffnen der Tür wird das Heizelement voraussichtlich öfter und länger arbeiten. Niedrige Temperaturen reduzieren zwar die momentane Heizdauer, können dafür aber eine längere Gesamtlaufzeit erfordern. Eine niedrige Temperatureinstellung ist deshalb nicht automatisch bei jeder Anwendung die stromsparendste Variante.

Unser Messwert von 3,5 kWh für 20 Stunden und 15 Minuten zeigt jedoch anschaulich, warum die angegebene Maximalleistung von 800 Watt nicht mit dem tatsächlichen Dauerverbrauch gleichgesetzt werden darf. Entscheidend für die Stromkosten ist die am Ende gemessene Energiemenge in Kilowattstunden.

Wie berechnen sich die Stromkosten?

Die Stromkosten lassen sich einfach berechnen:

Verbrauch in Kilowattstunden × Strompreis pro Kilowattstunde = Stromkosten

Bei unserem Test verbrauchte der Wartmann WM-2512 DH innerhalb von 20 Stunden und 15 Minuten insgesamt 3,5 kWh. Bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde kostete der komplette Dörrvorgang somit rund 1,05 Euro.

Da der tatsächliche Verbrauch stark von der eingestellten Temperatur, der Raumtemperatur, der Beladung und der Dörrdauer abhängt, ist eine eigene Messung wesentlich aussagekräftiger als eine Berechnung allein anhand der maximalen Anschlussleistung von 800 Watt.

Warum ein Dörrautomat meist praktischer ist als der Backofen

Grundsätzlich können Lebensmittel auch im Backofen getrocknet werden.

Ein eigener Dörrautomat bietet jedoch mehrere praktische Vorteile.

Präzisere niedrige Temperaturen

Viele Backöfen lassen sich im Bereich von 40 bis 50 Grad nicht besonders exakt regeln.

Manche Geräte beginnen erst bei einer höheren Temperatur oder überschreiten die eingestellte Temperatur deutlich.

Der Wartmann kann dagegen gradgenau auf 42 oder 43 Grad eingestellt werden.

Mehr nutzbare Ebenen

Ein Backofen verfügt normalerweise nur über wenige Roste oder Bleche.

Der Wartmann bietet zwölf Einschübe, ohne eine entsprechend große Grundfläche zu benötigen.

Kontinuierlicher Luftstrom

Beim Dörren muss die feuchte Luft abgeführt werden.

Dafür wird die Backofentür häufig einen Spalt geöffnet. Der Wartmann ist dagegen konstruktiv auf kontinuierliche Luftzirkulation und Feuchtigkeitsabgabe ausgelegt.

Keine Blockade des Backofens

Während eines langen Dörrvorgangs bleibt der Backofen für andere Speisen unbenutzbar.

Ein separates Dörrgerät kann unabhängig davon arbeiten.

Energieverbrauch

Ein großer Backofen muss einen erheblich größeren Garraum und mehr Masse erwärmen.

Ob der Dörrautomat im konkreten Einzelfall weniger Strom benötigt, hängt dennoch von Gerät, Temperatur, Beladung und Laufzeit ab.

Eine pauschale Aussage allein anhand der Wattzahlen wäre nicht seriös.

Wo sollte der Dörrautomat stehen?

Beim Dörren wird die Feuchtigkeit aus den Lebensmitteln an die Raumluft abgegeben.

Gleichzeitig entstehen Wärme und je nach Lebensmittel deutliche Gerüche.

Der Wartmann sollte deshalb:

  • auf einer stabilen und waagerechten Fläche stehen
  • nicht in einem geschlossenen Schrank betrieben werden
  • ausreichend Abstand hinter dem Gehäuse haben
  • freie Lüftungsöffnungen besitzen
  • nicht direkt an einer empfindlichen Wand stehen
  • in einem gut belüfteten Raum verwendet werden

Eine Küche oder ein vergleichbarer Raum mit guter Luftzirkulation ist meist geeigneter als ein kleiner, feuchter und schlecht belüfteter Kellerraum.

Auch eine erhöhte Aufstellung kann funktionieren, sofern die Fläche stabil genug ist und das Gerät sicher bedient werden kann.

Das vorne angeordnete Bedienfeld bleibt selbst dann gut erreichbar.

Feuchtigkeit beim Dörren nicht unterschätzen

Besonders wasserreiche Lebensmittel wie Tomaten, Pflaumen oder sehr saftige Früchte geben während des Dörrens viel Feuchtigkeit an die Raumluft ab.

Bei einer großen Beladung kann die Luftfeuchtigkeit im Raum merklich ansteigen.

Deshalb sollte regelmäßig gelüftet oder für eine andere Form der Luftzirkulation gesorgt werden.

Eine kleine geschlossene Nische ist für den Betrieb ungeeignet.

Die Luft muss sowohl an der Rückseite des Geräts angesaugt als auch im Bereich der Tür wieder abgegeben werden können.

Reinigung des Wartmann WM-2512 DH

Nach dem Dörren lassen sich sämtliche Edelstahl-Einschübe sowie das Krümelfach herausnehmen.

Das Krümelfach fängt kleinere Stücke, Krümel und einen Teil austretender Flüssigkeit auf.

Dadurch gelangen weniger Rückstände auf den Boden des Innenraums.

Die Edelstahlgitter können mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einer geeigneten Bürste gereinigt werden.

Besonders klebrige Reste von Obst oder Tomaten sollten möglichst zeitnah entfernt werden, bevor sie vollständig antrocknen.

Gehäuse und Innenraum lassen sich mit einem feuchten Tuch auswischen.

Vor der Reinigung muss das Gerät vollständig ausgeschaltet, vom Stromnetz getrennt und ausreichend abgekühlt sein.

Für Fruchtpürees, Crackerteige und ähnlich weiche Mischungen solltest Du passende Silikon-Dörrfolien verwenden.

Sie verhindern, dass die Masse durch die Edelstahlgitter läuft oder großflächig daran festklebt.

Was lässt sich mit dem Wartmann noch herstellen?

Mit dem WM-2512 DH kannst du vielseitige Rezepte abdecken:

  • Apfelringe und Apfelchips
  • Bananen, Mango, Ananas oder Birnen
  • getrocknete Tomaten
  • Gemüsechips
  • Pilze und Pilzpulver
  • Kräuter
  • Knoblauch und Ingwer
  • Fruchtpulver
  • Gemüsebrühenpulver
  • Kräutersalz
  • Granola
  • Müsliriegel
  • Rohkost-Cracker
  • Gemüse-Wraps
  • Rohkost-Pizza
  • eingeweichte und anschließend getrocknete Nüsse
  • Fruchtleder

Besonders beliebt ist Fruchtleder, dafür wird Obst püriert, dünn auf einer geeigneten Dörrfolie verteilt und anschließend getrocknet.

In unserem ausführlichen Fruchtleder-Artikel findest Du ein Grundrezept, Hinweise zur richtigen Menge und verschiedene Rezeptideen.

Eine Übersicht über weitere Geräte und Bauarten findest Du in unserer Kategorie Dörrautomaten.

Kräuter im Wartmann trocknen

Kräuter enthalten deutlich weniger Wasser als Tomaten oder viele Obstsorten und trocknen daher meist schneller.

Außerdem reagieren ihre feinen Aromen empfindlicher auf hohe Temperaturen.

Für Kräuter bietet sich deshalb eine besonders niedrige Temperatureinstellung an.

Die Blätter sollten sauber, möglichst trocken und locker auf den Einschüben verteilt werden.

Nach dem Dörren müssen sie rascheln und sich leicht zerreiben lassen.

Vollständig getrocknete Kräuter sollten dunkel und luftdicht gelagert werden, damit Farbe und Aroma möglichst lange erhalten bleiben.

Entnahme von fertig getrockneten Kräutern aus dem Wartmann WM-2512 DH

Pilz-, Frucht- und Gemüsepulver herstellen

Vollständig durchgetrocknete Lebensmittel können mit einem geeigneten Mixer oder einer Gewürzmühle zu Pulver verarbeitet werden.

So lassen sich beispielsweise herstellen:

  • Pilzpulver
  • Tomatenpulver
  • Paprikapulver
  • Kräuterpulver
  • Fruchtpulver
  • Gemüsebrühenpulver

Für Pulver muss das Dörrgut besonders trocken sein.

Restfeuchtigkeit kann dazu führen, dass das Pulver verklumpt oder schneller verdirbt.

Nach dem Mahlen sollte es unmittelbar in einen trockenen, luftdichten und lichtgeschützten Behälter gefüllt werden.

Nüsse und Saaten trocknen

Auch eingeweichte Nüsse und Saaten können im Wartmann getrocknet werden.

Durch das Einweichen nehmen sie Wasser auf und müssen anschließend vollständig durchgetrocknet werden, wenn sie nicht sofort verbraucht werden.

Bei niedriger Temperatur kann dieser Vorgang je nach Nussart und Menge viele Stunden dauern.

Wichtig ist, dass die Nüsse nach dem Trocknen auch im Inneren keine Restfeuchtigkeit mehr enthalten.

Für wen eignet sich der Wartmann WM-2512 DH?

Der Wartmann ist besonders interessant für Dich, wenn Du:

  • regelmäßig größere Mengen trocknest
  • Obst oder Gemüse selbst anbaust
  • saisonale Angebote nutzen möchtest
  • Pilze oder Kräuter sammelst
  • Vorräte für mehrere Wochen oder Monate anlegst
  • Fruchtleder oder Rohkost-Cracker herstellst
  • Wert auf Edelstahl statt Kunststoff legst
  • eine präzise niedrige Temperatureinstellung benötigst
  • verschiedene Lebensmittel gleichzeitig trocknen möchtest
  • ein Gerät mit horizontaler Luftführung suchst

Weniger passend ist er, wenn Du nur selten eine sehr kleine Portion trocknest und möglichst wenig Stellfläche oder Anschaffungskosten einplanen möchtest.

In diesem Fall kann ein kompakteres Modell ausreichen.

Wer jedoch regelmäßig größere Mengen verarbeitet, kann die zwölf Einschübe sinnvoll nutzen und mehrere kleinere Dörrvorgänge vermeiden.

Vorteile und Nachteile des Wartmann WM-2512 DH

Vorteile

  • zwölf Edelstahl-Einschübe
  • großzügige Kapazität
  • horizontaler Luftstrom
  • gradgenaue Einstellung von 25 bis 90 Grad
  • Timer bis 72 Stunden
  • doppelwandiges Gehäuse
  • hochwertige Edelstahlverarbeitung
  • unempfindlichere schwarze Oberfläche
  • Bedienfeld vollständig an der Vorderseite
  • Glastür zur Sichtkontrolle
  • zuschaltbare Innenbeleuchtung
  • automatische Abschaltung des Lichts
  • herausnehmbares Krümelfach
  • angenehm gleichmäßiges Betriebsgeräusch
  • einzelne Einschübe herausnehmbar
  • vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • Hand-Mulden an den Seiten des Gehäuses für einen sicheren Transport

Nachteile

  • für sehr kleine Mengen relativ groß
  • benötigt einen dauerhaft geeigneten Aufstellplatz
  • feuchte Luft und Gerüche müssen im Raum abgeführt werden
  • Dörrfolien für Fruchtleder, weiches Obst und Cracker separat erforderlich
  • rückseitiger Hauptschalter muss zusätzlich zum vorderen Bedienfeld betätigt werden

Unser Fazit zum Wartmann WM-2512 DH

Der Wartmann WM-2512 DH ist ein hochwertig verarbeiteter und ausgesprochen vielseitiger Dörrautomat für alle, die regelmäßig mehr als nur eine kleine Portion Trockenobst herstellen möchten.

In unserem Praxistest konnten wir Apfelringe, Kiwi, Tomaten, Cherry-Tomaten und Champignons bei 43 Grad besonders schonend trocknen.

Die Lebensmittel entwickelten die für das Dörren typische Konzentration von Geschmack und Aroma, ohne dass eine hohe Temperatur erforderlich war.

Zu den wichtigsten Stärken gehören für uns die zwölf Edelstahl-Einschübe, die gradgenaue Temperaturregelung, der horizontale Luftstrom und die einfache Bedienung.

Das doppelwandige Gehäuse, die große Glastür, die automatisch abschaltende Innenbeleuchtung und das herausnehmbare Krümelfach sind keine bloßen Ausstattungsdetails, sondern erleichtern die Nutzung tatsächlich.

Wer nur gelegentlich eine Handvoll Apfelringe trocknet, benötigt die zwölf Ebenen vermutlich nicht.

Sobald jedoch größere Mengen verarbeitet, verschiedene Lebensmittel gleichzeitig gedörrt oder Vorräte angelegt werden sollen, spielt der Wartmann seine Kapazität überzeugend aus.

Insgesamt ist der WM-2512 DH eine sehr interessante Wahl für Familien, Selbstversorger, Hobbygärtner, Rohkostfreunde und alle, die Lebensmittel kontrolliert, schonend und ohne unnötige Zusatzstoffe haltbar machen möchten.


Häufig gestellte Fragen zum Wartmann WM-2512 DH

Was kann man im Wartmann WM-2512 DH trocknen?

Du kannst unter anderem Obst, Gemüse, Pilze, Kräuter, Knoblauch, Ingwer, eingeweichte Nüsse und Saaten trocknen.

Mit geeigneten Dörrfolien lassen sich außerdem Fruchtleder, Cracker, Wraps, Müsliriegel und andere weiche Mischungen herstellen.

Auch Lebensmittelpulver wie Pilz-, Tomaten-, Kräuter- oder Fruchtpulver können aus vollständig getrockneten Zutaten hergestellt werden.

Kann man mit dem Wartmann in Rohkost-Qualität dörren?

Ja. Die Temperatur lässt sich gradgenau einstellen, sodass Du beispielsweise 42 oder 43 Grad wählen kannst.

Sind 42 oder 43 Grad die verbindliche Rohkostgrenze?

Nein. Es existiert keine allgemeingültige gesetzliche Rohkostgrenze.

Häufig werden 42 Grad genannt, andere Anwender orientieren sich an 43 oder 45 Grad.

Wichtig ist deshalb, die tatsächlich verwendete Temperatur transparent anzugeben.

Warum dauert das Dörren bei 43 Grad so lange?

Je niedriger die Temperatur, desto langsamer verdunstet das Wasser.

Wasserreiche Lebensmittel, dicke Stücke, eine hohe Beladung und eine hohe Luftfeuchtigkeit verlängern die Dörrzeit zusätzlich.

Eine schonende Einstellung von 43 Grad ist daher nicht auf maximale Geschwindigkeit ausgelegt.

Muss man die Einschübe während des Dörrens vertauschen?

Durch den rückseitigen Lüfter wird die Luft horizontal über alle Ebenen geführt.

Ein regelmäßiges Umschichten wie bei manchen runden Stapelgeräten ist daher normalerweise nicht erforderlich.

Bei sehr unterschiedlicher Beladung, stark abweichenden Scheibendicken oder besonders empfindlichen Ergebnissen kann ein gelegentlicher Positionswechsel dennoch sinnvoll sein.

Wie lange dauert das Dörren?

Eine feste Zeit lässt sich nicht seriös angeben.

Sie hängt von Lebensmittel, Wassergehalt, Reifegrad, Schnittstärke, Beladung, Raumklima, Temperatur und gewünschter Konsistenz ab.

Prüfe das Dörrgut deshalb gegen Ende regelmäßig und beurteile es nach vollständigem Abkühlen erneut.

Verbraucht der Wartmann dauerhaft 800 Watt?

Nein. Die 800 Watt sind die maximale Anschlussleistung.

Der Lüfter läuft kontinuierlich, während das Heizelement durch den Thermostat nach Bedarf ein- und ausgeschaltet wird.

Den tatsächlichen Verbrauch kannst Du nur anhand der gemessenen Kilowattstunden eines vollständigen Dörrvorgangs bestimmen.

Ist eine niedrige Temperatur automatisch stromsparender?

Nicht zwangsläufig.

Bei niedriger Temperatur benötigt das Heizelement zwar weniger Energie pro Zeiteinheit, dafür dauert der Dörrvorgang häufig länger.

Für den Gesamtverbrauch ist die Kombination aus durchschnittlicher Leistungsaufnahme und Laufzeit entscheidend.

Ist der Wartmann sparsamer als ein Backofen?

Ein Dörrautomat muss einen kleineren und für Luftzirkulation optimierten Innenraum temperieren.

Das kann gegenüber einem großen Backofen vorteilhaft sein.

Der tatsächliche Unterschied hängt aber von beiden Geräten, der Beladung, der Temperatur und der Laufzeit ab.

Wie bewahrt man getrocknete Lebensmittel auf?

Lasse das Dörrgut vollständig abkühlen und fülle es anschließend in saubere, trockene und luftdichte Behälter.

Lagere diese möglichst kühl, trocken und dunkel.

Kontrolliere in den ersten Tagen, ob sich Feuchtigkeit oder Kondenswasser bildet.

In diesem Fall muss das Lebensmittel weitergetrocknet werden.

Wie erkennt man, ob das Dörrgut trocken genug ist?

Das hängt vom jeweiligen Lebensmittel und der gewünschten Konsistenz ab.

Kräuter sollten rascheln und zerbröseln, Pilze sollten trocken und fest sein, während Trockenobst je nach Vorliebe noch biegsam bleiben kann.

Für eine lange Lagerung darf im Inneren keine feuchte Stelle mehr vorhanden sein.

Prüfe die Konsistenz immer nach dem vollständigen Abkühlen.

Werden beim Dörren alle Mikroorganismen abgetötet?

Nein. Niedrige Dörrtemperaturen sterilisieren Lebensmittel nicht zuverlässig.

Die Haltbarkeit entsteht vor allem dadurch, dass Wasser entzogen und damit die Vermehrung vieler Mikroorganismen gehemmt wird.

Saubere Ausgangsprodukte, hygienisches Arbeiten, ausreichende Trocknung und korrekte Lagerung bleiben entscheidend.

Ist selbst getrocknetes Obst gesund?

Trockenobst liefert Ballaststoffe und verschiedene Pflanzeninhaltsstoffe in konzentrierter Form.

Gleichzeitig konzentrieren sich aber auch der natürliche Zucker und die Energie.

Es ist deshalb sinnvoll, Trockenobst bewusst zu portionieren und nicht dieselbe Menge wie von frischem Obst zu essen.

Bleiben beim Dörren alle Vitamine und Enzyme erhalten?

Nein. Auch schonendes Dörren ist nicht vollständig verlustfrei.

Empfindliche Vitamine können durch Wärme, Sauerstoff, Licht und Lagerung abgebaut werden.

Niedrige Temperaturen können hitzeempfindliche Inhaltsstoffe jedoch schonender behandeln als deutlich höhere Verarbeitungstemperaturen.

Ist selbst gedörrtes Obst günstiger als gekauftes Trockenobst?

Das hängt von den Zutaten, der Jahreszeit, der Auslastung des Geräts und den Energiekosten ab.

Besonders günstig kann das Dörren bei eigener Ernte, saisonalen Angeboten oder Lebensmitteln sein, die andernfalls verderben würden.

Kleine Durchgänge mit teurem Obst sind nicht automatisch wirtschaftlicher.

Benötigt man für Fruchtleder eine Dörrfolie?

Ja. Fruchtpüree würde durch die Gitter der Edelstahl-Einschübe laufen.

Für weiches Obst, Fruchtleder, Crackerteige und andere weiche Mischungen benötigst Du geschlossene, lebensmittelechte Dörrfolien oder geeignete Silikonmatten.

Wo sollte der Wartmann aufgestellt werden?

Das Gerät sollte auf einer stabilen, ebenen und hitzebeständigen Fläche stehen.

Hinter dem Gehäuse und an den Lüftungsöffnungen muss ausreichend Platz bleiben.

Wegen der abgegebenen Feuchtigkeit und der entstehenden Gerüche ist ein gut belüfteter Raum wichtig.

Kann der Wartmann in einem Schrank betrieben werden?

Nein, ein Betrieb in einem geschlossenen Schrank oder einer engen Nische darf nicht erfolgen.

Das Gerät benötigt ausreichend Luftzufuhr, und die feuchte Luft muss ungehindert entweichen können.

Außerdem entsteht während des Betriebs Wärme.

Wie reinigt man die Edelstahl-Einschübe?

Entferne die Einschübe nach dem Abkühlen und reinige sie mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einer Bürste.

Klebrige Rückstände solltest Du möglichst bald lösen.

Innenraum und Gehäuse werden mit einem feuchten Tuch ausgewischt.

Wie laut ist der Wartmann WM-2512 DH?

Zu hören ist hauptsächlich ein gleichmäßiges Lüfterrauschen.

In einer normalen Küche wirkt dieses Geräusch meist nicht störend.

Für Schlafräume oder besonders ruhige Arbeitsbereiche ist ein dauerhaft laufender Dörrautomat dennoch weniger geeignet.

Kann man verschiedene Lebensmittel gleichzeitig trocknen?

Grundsätzlich ja.

Dabei solltest Du beachten, dass unterschiedliche Lebensmittel verschiedene Dörrzeiten benötigen und ihre Aromen sich gegenseitig beeinflussen können.

Intensiv riechende Zutaten wie Knoblauch oder Zwiebeln sollten besser nicht gleichzeitig mit mildem Obst getrocknet werden.

Müssen fertig getrocknete Lebensmittel sofort verpackt werden?

Sie sollten zunächst vollständig auskühlen.

Anschließend werden sie möglichst zeitnah in trockene, saubere und luftdichte Behälter gefüllt.

Bleiben sie längere Zeit offen liegen, können sie erneut Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen.

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